Von Dennis Uhlemann ›

Nachdem Christian Beck sein Kapitänsamt zur Verfügung gestellt hat, sucht der FCM vor dem Auswärtsspiel in Unterhaching seinen Nachfolger.

Magdeburg l Die Spekulationen um die Zukunft von Thomas Hoßmang als Trainer des 1. FC Magdeburg, womit sich der 54-Jährige selbst ohnehin „nicht beschäftigt“, wurden nach der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag zunächst einmal auf Eis gelegt. Denn beim Drittliga-Vorletzten sorgte eine ganz andere Nachricht für Aufruhr: Christian Beck ist als Kapitän zurückgetreten.

In einem „emotionalen Vier-Augen-Gespräch“, so berichtet es Hoßmang, teilte der 32-jährige Stürmer seine Entscheidung am Mittwoch zunächst dem Trainer mit, einen Tag später dann auch den Mitspielern. „Er hat nicht das Gefühl, der Mannschaft in der aktuellen Situation helfen zu können“, erklärt Hoßmang.

Für den Trainer wird sich im Umgang mit ihm nichts ändern: „Ich werde ihn weiter so behandeln, als wäre er mein Kapitän. Er hat hier über viele Jahre viel Verantwortung übernommen.“

Seit 2013 im Verein

Der mit Abstand dienstälteste Spieler kann ruhigen Gewissens als FCM-Urgestein bezeichnet werden, blickt er doch seit 2013 auf die beeindruckende Bilanz von 31 Zweitliga-Spielen (1 Tor), 165 Drittliga-Einsätzen (61 Tore) sowie 74 Duellen in der Regionalliga (51 Tore) und neun im Pokal (drei Tore) zurück. In der aktuellen Spielzeit läuft der 1,96-Meter-Hüne seiner guten Form der vergangenen Jahre jedoch hinterher, hat erst ein Tor in 15 Einsätzen erzielt. „Jetzt gilt es, ihn zu begleiten, dass er zu alter Stärke findet“, sagt Hoßmang.

Hoßmang tagt mit dem Mannschaftsrat

Dass Beck diese Entscheidung nun aber mitten im sportlichen Existenzkampf und vor den wichtigen Auswärtsspielen am Sonnabend in Unterhaching und am Mittwoch in Duisburg mitteilt, wird den FCM nicht gerade voranbringen. Zumal nun erst einmal ein Nachfolger gefunden werden muss. Der Coach wollte erstmal „eine Nacht darüber schlafen“ und sich am Freitag mit dem Mannschaftsrat zusammensetzen. Diesem gehören neben Beck auch Timo Perthel, Jürgen Gjasula und Tobias Müller an.

Wobei Perthel nach seiner Reha gerade erst wieder Anschluss an die Mannschaft findet und Jürgen Gjasula zuletzt zweimal nicht zum Aufgebot gehörte. „Beim Bestücken des Kaders muss man auch die U-23-Regel und den nächsten Gegner in Betracht ziehen“, begründet Hoßmang, sagt aber auch: „Er hat zuletzt sehr ordentlich trainiert.“ Nach seiner Suspendierung im Oktober wird Gjasula dennoch keine gute Karten haben, neuer Kapitän zu werden.

Schon eher Tobias Müller, der das Team schon gegen Saarbrücken (1:2) zuletzt anführte. Bald auch dauerhaft?

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