Der 1. FC Magdeburg macht es in der 3. Liga gerne spannend. So auch beim 3:2 (3:1) vor 7847 Zuschauern in Chemnitz.

Von
Manuel Holscher

Manuel Holscher
Chemnitz l Auf den Dreiersturm mit Christian Beck, Julius Düker und Michel Niemeyer ist aber momentan Verlass. Beck zeigte wieder alte Abschlussqualitäten.

Mit einem breiten Grinsen schrien Düker und Niemeyer die Freude über die FCM-Treffer in Chemnitz heraus. Beck lachte ebenfalls, ihm war aber auch eine gewisse Erleichterung anzumerken. Beim Torschützenkönig der vergangenen Saison scheint der Knoten endgültig geplatzt zu sein.

Doppelschlag von Beck

In der 12. und in der 21. Minute traf Beck, jeweils stark vorbereitet von Niemeyer. Es waren die Saisontreffer Nummer drei und vier. Zuletzt gegen Halle war er sehenswert mit der Hacke erfolgreich. „Ich bin überglücklich, dass es so gut funktioniert hat“, sagte Beck. „Ich hätte sogar noch ein, zwei Treffer mehr erzielen können. Das Wichtigste ist aber, dass wir gewonnen haben.“

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Für den FCM war es der erste Sieg in Chemnitz seit 1991. „Schön, dass wir es nach so langer Zeit geschafft haben“, betonte Beck, der die Mannschaft als Kapitän auf den Rasen führte, da Marius Sowislo zunächst auf der Bank saß und später eingewechselt wurde.

Frahn nutzt Beck-Vorlage

Nach dem 2:0 und dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer von Daniel Frahn (28.), an dem Beck mit einem Rückpass unfreiwillig beteiligt war, hätte die Partie durch das Tor von Düker nach einer Flanke von Nils Butzen kurz vor der Halbzeit (39.) eigentlich schon fast entschieden sein müssen.

Magdeburg verhielt sich nach der Pause aber zu passiv, Chemnitz verkürzte erneut durch Frahn, der spektakulär mit der Hacke traf (78.). „Wahrscheinlich können wir nicht einfach und müssen es immer spannend machen“, sagte Beck mit einem Lächeln. „Wir hätten in der ersten Halbzeit eigentlich noch höher führen müssen.“

Der Torjäger selbst hatte mehrere Gelegenheiten. „Am Ende haben wir es aber gut verteidigt, das macht uns momentan aus. Wir wollen uns in den verbleibenden zwei Spielen ordentlich Winterspeck in Form von Punkten anfuttern“, sagte er.

Düker momentan gut drauf

Neben Beck boten auch Düker und Niemeyer starke Leistungen. „Diesmal hat in der ersten Hälfte alles gepasst. Wir hatten in der Anfangsphase viele Chancen, das war wichtig“, sagte Düker, der zum dritten Mal in Folge in der Startelf stand und dabei immer jeweils ein Tor oder eine Vorlage verbuchte. „Nach der Pause war es zwar nicht mehr so gut. Wir wollten aber unbedingt gewinnen, das war unser Ziel und das haben wir geschafft: Drei Punkte, fertig, aus.“

Ähnlich gut wie bei Düker lief es zuletzt bei Niemeyer, der nach seinen zwei Vorlagen in Chemnitz mittlerweile fünf Saisontreffer und vier Vorarbeiten auf seinem Konto hat. „Wir wussten, dass Chemnitz eine harte Nuss wird. Deshalb wollten wir früh und aggressiv pressen, das ist uns gelungen“, sagte er. „Wir hatten auch das Quäntchen Glück auf unserer Seite.“

Glück und Glinker

Dieses Glück wurde in der 35. Minute strapaziert, als Björn Kluft nach einem Konter alleine auf FCM-Torhüter Jan Glinker zulief, der die Chance aber mit einer Glanzparade entschärfte. „Wenn dort das 2:2 fällt, dann läuft die Partie wahrscheinlich anders“, sagte Trainer Jens Härtel. So blieb es beim Vorsprung und am Ende beim unter dem Strich verdienten Sieg.

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