Der 1. FC Magdeburg hat beim 0:0 gegen Bochum den ersten Heimsieg verpasst. Warum Spieler und Verantwortliche trotzdem zufrieden waren.

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Magdeburg l Es war ein irritierender Anblick. Im Heimspiel gegen den VfL Bochum blieb Block U, die Fantribüne des FCM, zunächst leer. Die Anhänger beteiligten sich gestern am bundesweiten Protest gegen Montagsspiele und verweilten in den ersten zehn Spielminuten vor dem Stadion.

FCM kommt schlecht ins Spiel

Die restlichen Zuschauer in der MDCC-Arena gaben sich Mühe, das Stimmungsvakuum mit Gesängen und rhythmischem Klatschen auszufüllen – ohne allerdings an die gewohnte Atmosphäre heranzukommen. Und so schleppend sich die Stimmung an diesem Nachmittag entwickelte, so durchwachsen spielte auch der FCM in den ersten 20 Minuten. Der Club hatte anfangs kaum Zugriff, konnte sich in der Offensive nicht behaupten. „Wir hatten uns vor dem Spiel viel vorgenommen, konnten das aber zunächst nicht umsetzen“, sagte Abwehrspieler Tobias Müller.

Bochum deutete in der Anfangsphase an, warum die Mannschaft sich Chancen auf den Aufstieg ausrechnet. Einen Schuss von Lukas Hinterseer klärte der zuletzt in Fürth unglücklich agierende FCM-Torhüter Alexander Brunst mit einer starken Parade (8.).

Oenning war nicht unzufrieden

Nach dem schwierigen Start kämpfte sich der FCM aber in die Partie – und überzeugte mit einer taktisch disziplinierten Vorstellung. „Je länger das Spiel lief, umso besser sind wir geworden“, sagte Philip Türpitz. Und: „Wir hatten unsere Gelegenheiten, hätten das Tor erzwingen müssen. Die Tendenz stimmt trotzdem. Warum sollten wir jetzt nicht gegen Union Berlin gewinnen?“

Auch FCM-Coach Michael Oenning war mit der Leistung seiner Mannschaft über 90 Minuten nicht unzufrieden. „Wir hatten eine klare Ordnung. Außerdem dürfen wir nicht vergessen, gegen wen wir gespielt haben. Bochum ist spielstark, hatte gegen uns aber kaum Chancen. Das stimmt mich positiv“, sagte er nach dem Spiel. Und: „Mit etwas mehr Glück hätte Christian Beck kurz vor Schluss den Führungstreffer erzielt.“

Beck mit der großen Chance

Es wäre ein optimaler Zeitpunkt gewesen: Acht Minuten vor Schluss kam der Ball über Philip Türpitz und Michel Niemeyer zum Kapitän. Beck spielte einen Bochumer Defensivakteur aus, sein Schuss wurde dann aber zur Ecke abgefälscht.

Oenning sieht in dem 0:0 trotz des verpassten ersten Heimsieges den nächsten Schritt. Am Sonntag geht es gegen den 1. FC Union Berlin weiter. Oenning: „Wir haben die Chance, unser Spiel gegen jeden Gegner durchzubringen. Das hat man in Fürth und gegen Bochum gesehen.“

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