Volksstimme vom 17.11.2015
Autor: Thomas Juschus

Kanadischer Nationalspieler hat sich schnell etabliert / Nächstes Spiel bei SGS Großaspach

Magdeburg l Er kam als Nachzügler, hat sich nach knapp 100 Tagen in Diensten des Fußball-Drittligisten 1. FC Magdeburg längst etabliert: André Hainault. „Er hat sofort Fuß gefasst. Mit seiner Erfahrung hat er uns gleich weitergeholfen“, sagt FCM-Sportchef Mario Kallnik über den kanadischen Nationalspieler und fügt an: „Wir würden gern mit André über die Saison hinaus zusammenarbeiten.“ Der Vertrag von Hainault endet im Sommer.

Hainault selber ist längst angekommen – und hat sportlich wie privat in Magdeburg sein Glück gefunden. Nach Profi-Stationen in den USA, Kanada, Tschechien und Schottland kam der heute 29-Jährige 2013 nach Deutschland, spielte viel beachtet, aber meistens vor leeren Rängen beim Zweitligisten VfR Aalen. Anhaltende Achillessehnenprobleme kosteten ihn eine Vertragsverlängerung. Anfang August heuerte er beim FCM an. „Ich habe noch nie so eine Heim-Atmosphäre erlebt“, sagt der sehr variable Verteidiger über die Partien in der MDCC-Arena. Mit seiner Ruhe hat sich Hainault einen Stammplatz in der FCM-Abwehr erobert und dürfte nach überstandener Grippe im Spitzenspiel bei der SG Sonnenhof Großaspach (Sonnabend, 14 Uhr, Mechatronik-Arena) in die Start- elf zurückkehren. „Es ist gut, jemanden hinten drin zu haben, der nicht zappelig wird“, lobt Cheftrainer Jens Härtel.

Privat fühlt sich Hainault zusammen mit Frau Catherine und Nachwuchs Milane (16 Monate) in Magdeburg ebenfalls sehr wohl. „Deutschland ist meine Bestimmung“, sagte Hainault kürzlich der „Mitteldeutschen Zeitung“. „Hier ist alles organisiert. Die Leute sind pünktlich. Das schätze ich.“ Gut möglich also, dass Hainault über den Sommer hinaus mit Deutschland und dem FCM plant. Kallnik macht durchaus Hoffnungen: „Es muss halt passen. Ich kann aber versichern, dass wir schon mit einigen Spielern in Gesprächen sind.“

Der FCM hat in der zweiten Verkaufsphase für Dauerkarten inzwischen 850 Stammplätze für die Heimspiele der zweiten Saisonhälfte vergeben. Damit steigt die Zahl der Dauerkarten auf rund 7000.

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