Von Manuel Holscher ›

Der 1. FC Magdeburg hat sich durch einen 2:0-Sieg (0:0) beim FC Ingolstadt vorzeitig den Drittliga-Klassenerhalt gesichert.

Ingolstadt l Sören Bertram ließ es sich nicht nehmen, seine Teamkollegen in Ingolstadt von der Tribüne aus anzufeuern. „Ich wollte die Mannschaft unbedingt unterstützen“, sagte er. Der Stürmer des 1. FC Magdeburg fällt zwar wegen einer Schulter-Operation noch rund drei Monate aus, war aber als moralische Unterstützung bereits beim 0:0 in Unterhaching dabei.

Was Bertram dann beim 2:0 (0:0) des FCM beim Ingolstadt zu sehen bekam, ließ ihn immer wieder vom Sitz aufspringen. Denn der Club überzeugte durch eine geschlossene Mannschaftsleistung.

FCM anfangs griffiger als im Aspach-Spiel

Hoßmang wechselte im Vergleich zum enttäuschenden 0:1 gegen Großaspach auf drei Positionen: Für Marcel Costly, Anthony Roczen und den gesperrten Rico Preißinger standen Tobias Müller, Daniel Steininger und Sirlord Conteh in der Startelf. Der Coach setzte auf ein 3-4-3-System mit Daniel Steininger (links), Christian Beck (Mitte) und Sirlord Conteh (rechts) in der Offensive.

Und der Club präsentierte sich in Ingolstadt zu Beginn ganz anders als gegen Großaspach. Die Mannschaft war griffig im Zweikampf und deutlich fokussierter als zuletzt. Die erste Chance hatten trotzdem die Gastgeber durch Caniggia Elva (4.). Der FCI hatte zwar häufiger den Ball, das Hoßmang-Team stand defensiv aber sicher.

Die erste Halbchance hatte der FCM nach einer Ecke: Der Schussversuch von Brian Koglin, der diesmal auf der rechten Seite spielte, wurde allerdings abgeblockt (28.). Ansonsten blieben die Gäste harmlos.

Große Aufregung

Große Aufregung in der 35. Minute: Nach einem zu kurzen Abschlag von FCM-Torhüter Morten Behrens und dem folgenden Ballverlust stand Stefan Kutschke plötzlich frei vor dem Gästetor, schoss aber knapp links daneben. Ingolstadt übernahm in der Schlussphase der ersten Hälfte immer mehr das Kommando, war allerdings in der Vorwärtsbewegung unstrukturiert.

Hoßmang verzichtete in der Pause auf Wechsel. Sein Ingolstädter Gegenüber Tomas Oral war hingegen nicht zufrieden – brachte Stürmer Dennis Eckert Ayensa für den Innenverteidiger Nico Antonitsch.

Und die zweite Hälfte begann mit einer umstrittenen Szene: Nach einem schönen Spielzug über Christian Beck und Daniel Steininger kam Sirlord Conteh an den Ball, umspielte FCI-Keeper Marco Knaller und kam dann zu Fall (47.). Die Magdeburger Bank forderte vehement Elfmeter, Schiedsrichter Patrick Kessel ließ aber weiterspielen.

FCM wird offensiver und belohnt sich

Der FCM war offensiv deutlich besser im Spiel als vor der Pause. Die anlaufenden Gastgeber störte das Team jetzt gezielter, kam auch mal dazu, den Ball über drei, vier Stationen nach vorne zu spielen.

Und nach einer Stunde belohnte sich der Club: Thore Jacobsen zog aus der Distanz ab, der Ball wurde von Maximilian Thalhammer abgefälscht und flog für Knaller unhaltbar zur FCM-Führung ins gegnerische Tor. Zu diesem Zeitpunkt war klar: Magdeburg hatte sich vorzeitig den Klassenerhalt gesichert, musste nicht mehr auf die Konkurrenten Zwickau, Chemnitz und Münster schauen. Jede gelungene Aktion wurde jetzt euphorisch von der Bank gefeiert.

Die Gäste konterten clever und machten den Sack in der 83. Minute durch den Treffer des eingewechselten Mario Kvesic zu. In der 90. Minute pfiff Kessel dann sogar noch Elfmeter für Ingolstadt, nachdem Thalhammer angeblich Kvesic gefoult hatte. Dabei wurde Kvesic eher gefoult und musste auch verletzt runter. Den folgenden Elfmeter von Kutschke hielt Behrens (90.+3).

Nicht das schönste Spiel

„Das war nicht das schönste Spiel von uns, aber wir haben das als Mannschaft sehr gut gemacht“, sagte Jacobsen nach dem Abpfiff.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.