Von Manuel Holscher ›

Thomas Hoßmang bleibt Trainer des 1. FC Magdeburg. An seiner Seite wird neben Silvio Bankert auch Matthias Mincu als Co-Trainer sein.

Magdeburg l Am Mittwoch um 13.20 Uhr verbreitete der 1. FC Magdeburg die Nachricht: „Thomas Hoßmang ist unser Trainer.“ Diese eigentlich etwas ungewöhnliche Formulierung passte ziemlich gut zur Personalie. Schließlich gab der FCM bekannt, dass der Trainer, der vier Wochen im Amt war und den Club zum Klassenerhalt führte, weiterhin Coach des Drittligateams bleibt.

Klassenerhalt als Interimstrainer

Hoßmang, zuvor Leiter des FCM-Nachwuchsleistungszentrums (NLZ), erhält einen Vertrag bis Sommer 2022. Es war eine Entscheidung, die nach der Entwicklung der vergangenen Wochen nicht überrascht. Immerhin war es Hoßmang als Interimscoach gelungen, die in Abstiegsgefahr geratene Mannschaft zu stabilisieren und vorzeitig den Klassenerhalt zu sichern.

Für Kallnik ist es ein logischer Schritt

Entsprechend überzeugt ist auch FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik von der Entscheidung, an Hoßmang festzuhalten: „Thomas Hoßmang hat es gemeinsam mit dem Trainerteam innerhalb kurzer Zeit geschafft, die Leistungen der Mannschaft zu stabilisieren und den Klassenerhalt für den 1. FC Magdeburg zu erreichen. Daher ist es nur ein logischer Schritt, dass wir auch in der kommenden Saison gemeinsam mit Thomas als Cheftrainer weiter zusammenarbeiten wollen.“

Auch Hoßmang selbst, bereits seit 2014 im FCM-Nachwuchs aktiv, freut sich darauf, weiterhin mit der Drittligamannschaft zu arbeiten: „Ich freue mich, ein fester Bestandteil dieses Teams sein zu dürfen, und sehe dies zugleich als eine große Aufgabe und neue Herausforderung an. Matthias Mincu und meine Person stoßen in ein funktionierendes Team, mit dem wir alles im Sinne des 1. FC Magdeburg investieren wollen.“

Der alte, neue Coach sprach mit Mincu seinen Assistenten an, mit dem er nach dem 1:3 bei Hansa Rostock und der Entlassung von Claus-Dieter Wollitz die Mission Klassenerhalt anging. Der 27-jährige Mincu war zuvor Trainer der U-19-Bundesligamannschaft des Clubs und wird mit dem weiteren Assistenten Silvio Bankert Hoßmang zur Seite stehen.

Kallnik weiter in Doppelfunktion

Mario Kallnik wird unterdessen zunächst weiterhin in der Doppelfunktion als Geschäftsführer und Sportchef agieren. Wegen des verschobenen Saisonendes aufgrund der Corona-Krise bleibt den Verantwortlichen kaum Zeit. Der Kader für die kommende Saison muss geplant werden. Nach der enttäuschenden vergangenen Spielzeit hat Kallnik die Richtung vorgegeben. „Wir müssen eine Einheit sein, das Miteinander steht im Vordergrund“, sagt er.

Dass der Kaderumbau voll im Gange ist, wurde am Montag deutlich. Dann wurden die Abgänge von Mario Kvesic, Alexander Brunst, Björn Rother, Thore Jacobsen, Marcel Costly, Rico Preißinger, Manfred Osei Kwadwo und Charles Elie Laprévotte bekanntgegeben.

Noch Chancen bei Kvesic und Jacobsen?

Wobei Kallnik am Dienstagabend im MDR verriet, dass die Tür beispielsweise bei Jacobsen und Kvesic noch nicht komplett zu ist: „Wir sind noch in Gesprächen. Die Jungs wollen so hoch wie möglich spielen. Wir schauen, wie weit wir kommen.“ Auch mit Timo Perthel, Tarek Chahed und Patrick Möschl wird noch verhandelt.

Zweites Transferfenster öffnet am 15. Juli

Klar ist: Der Kader bekommt vor allem im Mittelfeld ein neues Gesicht. Gerade in der Zentrale wird sich der FCM auch verbessern müssen. Denn in der vergangenen Saison wurde aus dem Mittelfeld viel zu wenig Torgefahr erzeugt.

Wegen der Corona-Krise und der zeitlichen Verzögerungen haben die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zwei Transferfenster im Sommer geöffnet. Das erste am 1. Juli galt nur für die Registrierung von bereits verpflichteten Spielern. Das zweite Fenster öffnet am 15. Juli und geht dann ausnahmsweise bis zum 5. Oktober.

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