Das Landespokalspiel des 1. FC Magdeburg am Sonnabend (13 Uhr) beim SC Naumburg bietet Trainer Jens Härtel die Gelegenheit, zu rotieren.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l So werden zahlreiche Spieler in der Startelf stehen, die zuletzt wenig oder gar keine Spielzeit bekommen haben.

Düker und Lohkemper spielen

Durch die geplante Rotation könnten auch Julius Düker und Felix Lohkemper, der zuletzt gegen Wehen Wiesbaden nicht mal im Kader war, auf sich aufmerksam machen. Beiden Offensivspielern lag der Landespokal in dieser Saison. Beim 8:0 in der ersten Runde beim SV Schwarz-Gelb Bernburg trafen Düker und Lohkemper jeweils dreimal. Beim 16:0-Rekordsieg in Liesten in der 2. Runde war Düker sogar viermal erfolgreich. „Ich freue mich auf die Partie und das ich wahrscheinlich auf dem Rasen stehen werde. Es ist schön, dass ich wieder Spielpraxis bekomme“, sagt Lohkemper. „Bisher habe ich im Landespokal gut getroffen. Ich hoffe, das ist am Sonnabend auch so. Jedes Tor ist für einen Stürmer schön, ob im Landespokal oder in der Liga.“

Der Pokal kommt somit zur richtigen Zeit. Die Spieler, die zuletzt außen vor oder verletzt waren, können sich Spielpraxis und Wettkampfhärte holen. „Ein Landespokalspiel ist etwas ganz anderes als ein Freundschaftsspiel. Der Fokus ist in Naumburg noch viel größer“, sagt Abwehrspieler Felix Schiller, der nach seiner Verletzungspause wahrscheinlich ebenso auflaufen wird wie André Hainault und Charles Elie Laprevotte.

FCM nimmt Gegner ernst

Dass der FCM den SC Naumburg ernst nimmt, betonte Trainer Jens Härtel immer wieder. Er machte aber auch klar: „Alles andere als ein klarer Sieg steht nicht zur Debatte. Um zu gewinnen, braucht man Tore und wir wollen einige schießen, um mit Selbstvertrauen nach Köln zum Ligaspiel bei Fortuna zu fahren.“

Auch deshalb ist die anstehende Partie mehr ein willkommener Termin als eine lästige Pflichtübung. Der Club ist seit vier Pflichtspielen ohne Sieg und ohne Tor. Treffer im Landespokal könnten dem Team und den Offensivspielern das notwendige Selbstvertrauen und ein gutes Gefühl geben. Das bestätigt auch Christian Beck, der in dieser Saison bisher erst ein Liga-Tor und einen Treffer im DFB-Pokal erzielt hat. „Wenn man Tore schießt, dann hilft das immer, einem selber und der Mannschaft“, sagt er. Nicht mit dabei ist unterdessen Philip Türpitz, der muskuläre Probleme in der Wade hat und geschont wird.

Taktisch flexibel

Auch taktisch bietet die Partie in Naumburg für Härtel die Gelegenheit, etwas auszuprobieren. In dieser Saison wurde vorrangig das 3-4-3 praktiziert, im Pokal könnte das 3-5-2 oder 4-4-2 eine Alternative sein. „Ich glaube schon, dass wir etwas ausprobieren können. So viel Selbstvertrauen sollten wir haben“, sagt Lohkemper. „Wir sollten nicht nur auf den Positionen, sondern auch im System flexibel sein. Gegen Naumburg könnten wir deshalb auch mal mit einem anderen System beginnen.“

Parallel zum FCM spielt der Hallesche FC am Sonnabend (13 Uhr) im Magdeburger Heinrich-Germer-Stadion (Salzmannstraße 34) gegen den Verbandsligisten Magdeburger SV Börde. Der Sieger dieser Partie ist der nächste Gegner des FCM. Die Spiele der beiden Drittligisten sind nämlich Nachholpartien aus dem Achtelfinale, am Sonnabend sind ansonsten bereits die Viertelfinalpartien angesetzt.

Mögliche Aufstellung:

FCM: Seidel – Schiller, Weil, Hainault – Sowislo, Laprevotte – Chahed, Ludwig, Schwede – Lohkemper, Düker

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