FCM-Neuzugang Müller freut sich auf Fans

Bald beginnt für Neuzugang Tobias Müller beim 1. FC Magdeburg das Abenteuer 2. Fußball-Bundesliga. Und seine Vorfreude ist spürbar.

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Magdeburg l Ein paar Tage seines Urlaubs verbrachte Tobias Müller in Barcelona, derzeit spannt der 23-Jährige noch bei seiner Familie in der Nähe von Stuttgart aus. Ein bisschen sind aber auch schon wieder die Pflichten eines Fußball-Profis zurück in den Tagesablauf gerückt. „Ja, es stimmt, ich bin seit gut einer Woche im Laufprogramm“, berichtet Müller am Telefon, „alles noch im Grundlagenbereich, aber damit wir nicht bei null anfangen müssen.“

Neuanfang ist das Stichwort für den Innenverteidiger, der zuletzt für den Halleschen FC spielte und nun zum 1. FC Magdeburg wechselt (Vertrag bis 2020). Am 20. Juni bittet Trainer Jens Härtel seine Mannschaft mit den bislang sechs Neuzugängen – neben Tobias Müller kommen Marius Bülter (SV Rödinghausen), Manfred Osei Kwadwo, Joel Abu Hanna (beide 1. FC Kaiserslautern), Rico Preißinger (VfR Aalen) und Jasmin Fejzic (Eintracht Braunschweig) – zum obligatorischen Laktat-Test vor dem ersten Training der neuen Saison, die am ersten August-Wochenende startet.

Viele Gespräche geführt

Eine neue Wohnung (Müller: „Zehn Minuten vom Stadion“) ist gefunden, auch sonst stimmen die ersten Eindrücke seines neuen Arbeitgebers. Vor allem hat sich der FCM wohl am meisten um die Dienste des 1,88 Meter großen Spielers bemüht. „Es gab auch Anfang des Jahres Gespräche mit anderen Zweitligisten, mit dem FCM war es aber sehr konkret – und da habe ich dann keine Sekunde gezögert“, sagt Müller. In Halle hätten sie ihn wohl gerne für einen Neuaufbau behalten, so heißt es, aber als die Saalestädter mit einem Angebot kamen, hatte sich Müller schon entschieden – ausgerechnet für den HFC-Erzrivalen.

„Ende April war der Wechsel klar. Wir haben auch aufgrund der Rivalität der beiden Vereine Stillschweigen vereinbart und mit der Kommunikation gewartet“, berichtet Müller. Pro- bleme erwartet er hier aufgrund seiner Vergangenheit beim HFC nicht: „Natürlich habe ich mir dazu auch meine Gedanken gemacht, ist mir die Rivalität beider Vereine bewusst. Aber bisher habe ich nur positive Nachrichten erhalten, auch von Fans. Außerdem bin ich ja kein HFC-Urgestein“, lacht Müller. „Ich freue mich einfach wahnsinnig, dass der Wechsel geklappt hat und bin schon sehr gespannt auf mein erstes Spiel in der Arena. Diese Fans im Rücken statt gegen sich zu haben, wird ein ganz besonderes Erlebnis“, freut sich Müller auf die kommenden Aufgaben.

Ein Mann für die Abwehr

Nach den Abgängen von André Hainault (1. FC Kaiserslautern) und Felix Schiller (VfL Osnabrück) kann und soll Müller die Lücken in der Abwehr schließen. In Halle war der Defensiv-A0llrounder einer der Leistungsträger (26 Spiele 3. Liga, kein Tor). Im Sommer 2017 kam der 23-Jährige vom SC Freiburg II in die Saalestadt. Im Breisgau spielte er 2015/16 mit dem Ex-Magdeburger Florian Kath zusammen. „Wir haben nicht so viel Kontakt, aber natürlich habe ich seine Zeit beim FCM verfolgt. Und er hat darüber nur Gutes erzählt“, so Tobias Müller, der sich immer noch richtig über seinen Wechsel zum 1. FC Magdeburg freut: „Es ist einfach Wahnsinn, dass ich hier spielen darf.“

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