Im Drittliga-Topspiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem SV Wehen Wiesbaden sind vor 15.264 Zuschauern keine Tore gefallen.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l „Wir hĂ€tten das Spiel natĂŒrlich gerne gewonnen und haben auch gut angefangen“, sagte FCM-Trainer Jens HĂ€rtel. „Wir mussten allerdings immer hellwach sein, um Wehen Wiesbaden nicht ins Umschaltspiel kommen zu lassen. In der Schlussphase war es etwas zĂ€h. Es war aber wichtig, zu Null zu spielen und nicht zu verlieren.“ Der Trainer wechselte im Vergleich zum 0:1 in Karlsruhe auf einer Position. FĂŒr Felix Lohkemper, der nicht mal im Kader war, lief Tobias Schwede auf, der nach seiner Verletzung zurĂŒckkehrte. Auch Richard Weil musste wie beim KSC erneut auf die Bank, Nico Hammann war Abwehrchef. HĂ€rtel vertraute dem 3-4-3-System mit Philip TĂŒrpitz rechts, Christian Beck in der Mitte und Schwede links in der Offensive.

Starke Anfangsphase

Der FCM war von Beginn an giftig und offensiv. Bereits nach wenigen Sekunden erspielte sich das Team einen Eckball und setzte sich dann auch im Strafraum der GĂ€ste fest. Sinnbildlich fĂŒr den enormen Einsatz stand Beck, der sich den Ball kurz hinter der Mittellinie mit einer GrĂ€tsche sicherte (4.). Nur eine Minute spĂ€ter bejubelte der StĂŒrmer das vermeintliche 1:0, als er per Kopfball nach einem Hammann-Freistoß traf. Schiedsrichter Manuel GrĂ€fe gab den Treffer aber wegen einer Abseitsstellung nicht. Die RĂŒckkehr von Schwede machte sich positiv bemerkbar, die linke Magdeburger Seite war mit ihm und Michel Niemeyer extrem auffĂ€llig. Allein die Flanken ĂŒber diese Seite waren zunĂ€chst zu ungenau.

Vom gefĂ€hrlichen Wiesbadener Offensivspiel war in den ersten 20 Minuten nichts zu sehen. Die Idee, kompakt zu stehen und schnell nach vorne umzuschalten, ging nicht auf. Der FCM störte den Gegner zudem frĂŒh und hinderte ihn daran, Sicherheit ins Spiel zu bekommen. Nach einer halben Stunde ließ der Club dann allerdings sichtbar nach und agierte zu passiv. Wehen Wiesbaden hatte hĂ€ufiger den Ball und trat selbstbewusster auf. Wiesbadens Agyemang Diawusie hatte die GĂ€stefĂŒhrung auf dem Fuß (41.). Kurz darauf musste sich FCM-TorhĂŒter Jan Glinker nach einer langen Flanke strecken (43.). Eine gefĂ€hrliche Magdeburger Szene leitete auf der Gegenseite zuvor Niemeyer mit seinem Pass auf TĂŒrpitz ein. Der TorjĂ€ger schoss aber links vorbei (37.).

Kaum Chancen nach der Pause

Zu Beginn der zweiten Halbzeit verflachte die Partie. Beide Mannschaften verloren den Ball in der Offensive zu schnell oder schlugen die Kugel hĂ€ufig auch unkontrolliert nach vorne. TĂŒrpitz und Beck schafften es zu selten, sich entscheidend in Szene zu setzen. In der 70. Minute brachte HĂ€rtel Tarek Chahed fĂŒr Schwede. Drei Minuten spĂ€ter hĂ€tte Hammann den FCM fast mit einem gut geschossenen Freistoß aus 18 Metern in FĂŒhrung gebracht. GĂ€ste-Keeper Markus Kolke parierte den Schuss aber stark.

Bis zur 80. Minute war ansonsten weiterhin viel Leerlauf auf beiden Seiten. Magdeburg hatte viel zu wenig klare AbschlĂŒsse, verlor den Ball zu hĂ€ufig zu schnell und war oft auch nicht handlungsschnell genug. Folgerichtig blieb es am Ende beim torlosen Unentschieden.

FCM: Glinker – Handke, Hammann, St. SchĂ€fer – Rother, Erdmann (75. Sowislo) – Butzen, Niemeyer – TĂŒrpitz, Beck, Schwede (70. Chahed).

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