Der 1. FC Magdeburg hat das Finale im Landespokal erreicht und seine „Auswärtspartie“ beim FSV Barleben 5:1 (4:0) gewonnen.

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Uwe Tiedemann ›

Magdeburg l Mit seinen Pokaltoren 20 bis 24 der laufenden Saison setzte sich der Favorit im Duell „David gegen Goliath“ souverän durch, geriet nie ernsthaft in Gefahr und darf nun vom elften Cupgewinn träumen. Aber auch der unterlegene „Underdog“ hatte Grund zur Freude, bedeuteten die 3347 Zuschauer im Magdeburger Germerstadion doch die bislang größte Kulisse der Vereinsgeschichte bei einem „Heimauftritt“ und eine entsprechend üppige Einnahme.

Zum Spiel: Der FCM begann, wie von Trainer Jens Härtel gefordert, voll konzentriert. Der Lohn: Nach nur fünf Minuten erzielte Nico Hammann mit einem direkt verwandelten 22-Meter-Freistoß unter die Latte das 0:1 – sein erster Pflichtspieltreffer. Nach einer kurzen schlampigen Phase Mitte der ersten Hälfte zog der FCM wieder an und sorgte mit einem Dreierpack noch vor dem Seitenwechsel für die Entscheidung.

Zunächst jagte Manuel Farrona-Pulido den Ball nach Steilpass von Christian Beck aus spitzem Winkel unter die Latte (40.), dann erzielte Hammann sein zweites Freistoßtor (42.), und wiederum nur eine Minute später traf Sebastian Ernst unhaltbar in den linken Winkel zum 0:4. Für den tapferen Oberligisten, der sich teilweise ordentlich verkauft hatte, nach vorn aber zu harmlos blieb, eine ganz bittere Pille.

Die zweiten 45 Minuten in einer wohltuend fairen Partie hatten eher Freundschaftsspielcharakter. Vor allem beim Drittligisten war Schongang angesagt. Dennoch sorgte der eingewechselte Burak Altiparmak in der 53. Minute für den fünften Treffer. Aber auch Barleben erzielte noch ein Tor. Denny Piele traf zum 1:5-Endstand (90.). Endspielgegner am 18. Mai im halleschen Erdgas-Sportpark ist der HFC.

Doppeltorschütze Hammann meinte: „Das war natürlich eine Befreiuung für mich, nachdem ich lange nicht getroffen hatte. Unterm Strich steht ein souveräner Sieg. In der zweiten Halbzeit haben wir einen Gang runtergeschaltet. Es ging auch darum, dass sich vorm Großaspach-Heimspiel keiner mehr verletzt.“

Ein Jubiläum besonderer Art feierte im Übrigen Nils Butzen. Der 23-Jährige bestritt sein 100. Pflichtspiel für den FCM (nach zuvor 79 Punkt-, 16 Landespokal- und je zwei DFB-Pokal- bzw. Drittliga-Relegationsspielen). Sein Debüt gab Butzen am 24. August 2011 – kurioserweise ebenfalls im Landespokal beim FSV Barleben (Endstand seinerzeit vor nur 1649 Zuschauern in der MDCC-Arena 4:0).

FSV Barleben: Stränsch – Heckeroth (46. Behling), Prinz, Otte, Kühnast (75. Loth), Kalkutschke, Potyka, Karg, Göres, Fricke (46. Neumann), Piele

1. FC Magdeburg: Tischer – Butzen, Hammann, Handke, Kinsombi, Niemeyer (62. Razeek), Sowislo, Löhmannsröben, Ernst (46. Altiparmak), Farrona-Pulido (62. Kruschke), Beck

Schiedsrichter: Kluge (Zeitz). Zuschauer: 3347. Tore: 0:1 Hammann (5.), 0:2 Farrona-Pulido (40.), 0:3 Hammann (42.), 0:4 Ernst (43.), 0:5 Altiparmak (53.), 1:5 Piele (90.) Gelb: Kühnast / Löhmannsröben

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