Von Anne Toss ›

Der 1. FC Magdeburg trifft im DFB-Pokal auf den SC Freiburg. Für Sportchef Maik Franz steht aber erst einmal die Vorbereitung im Fokus.

Magdeburg l Er rollt also wieder, der Ball bei den Profis des 1. FC Magdeburg. Um 10 Uhr ist am Montag Trainingsauftakt an der MDCC-Arena. „Darauf habe ich mich schon seit Wochen gefreut. Unsere Planungen sind weit fortgeschritten, der Rahmen für die Testspiele steht. Es kann losgehen“, zeigt sich FCM-Sportchef Maik Franz voller Tatendrang.

Auch die DFB-Pokalauslosung am Sonnabend hat die Vorfreude auf die neue Spielzeit weiter verstärkt, „obwohl wir und der neue Trainer Stefan Krämer bereits länger heiß darauf sind, die neue Mannschaft begrüßen zu dürfen“, berichtet Franz. Mit der Auslosung – der FCM empfängt in der ersten Hauptrunde den Bundesligisten SC Freiburg – ist er zwar zufrieden – ein Wunschgegner ist Freiburg jedoch nicht.

Partie gegen Freiburg ist Premiere

„Der Club kann für uns in vielerlei Hinsicht ein Vorbild sein, von dem wir uns Inspirationen holen können. Unter anderem, weil sie konsequent junge Spieler entwickeln, mit Blick auf die Infrastruktur, da sie beispielsweise ein neues Stadion bauen, und auch im Falle eines Abstiegs immer einen Plan B in der Hinterhand haben“, sagt Franz. Zudem: „Mit Christian Streich hat Freiburg einen Trainer, der ein absolutes Gesicht der Bundesliga ist. Und Nils Petersen, der ja in Wernigerode geboren ist, hat tolle Qualitäten als Torjäger und eine beeindruckende Karriere hingelegt.“

Doch Freiburg ist hier in der Region nicht unbedingt ein Name, das Aufeinandertreffen der beiden Vereine ist eine Premiere. „Eine größere Strahlkraft hier bei uns in Sachsen-Anhalt ist nicht da“, bestätigt Franz. Hätte er einen Wunsch äußern dürfen, wäre seine Wahl aber nicht nur deshalb auf einen anderen Gegner gefallen: „Der Unterschied zwischen einem Erst- und Drittligisten ist groß. An diesem Tag muss bei uns wirklich alles passen, damit wir Freiburg ein Bein stellen können“, sagt er. Dementsprechend redet auch Geschäftsführer Mario Kallnik von „einer großen Herausforderung“.

Aufeinandertreffen mit Kath

Doch es gibt auch jemanden, der dieser Partie schon jetzt entgegenfiebert. Wenn auch vonseiten des SC. Florian Kath, der in der Saison 2016/17 leihweise beim FCM spielte, kickt jetzt wieder für die Freiburger. „Im ersten Moment habe ich mich riesig gefreut, für mich ist das ein richtig cooles Los“, wird Kath auf der Vereins-Homepage zitiert. „Im zweiten Moment wusste ich aber, wie schwierig es wird, in Magdeburg zu spielen. Die Atmosphäre ist außergewöhnlich.“

Mit all dem Trubel rund ums Pokalspiel will sich Franz derweil aber erst später befassen. Immerhin muss der FCM bis dahin schon Drittliga-Spiele absolvieren, da die neue Spielzeit am Wochenende vom 19. bis 22. Juli eröffnet wird. „Der Pokal ist wichtig, aber er steht erst einmal an zweiter Stelle“, betont Franz, „denn bis zu der Partie gegen Freiburg haben wir wichtigere Sachen zu tun. Zum Beispiel muss die Mannschaft zusammenfinden.“ Erst am Freitag hatte der Verein mit Thore Jacobsen, Dustin Bomheuer und Morten Behrens drei weitere Neuzugänge präsentiert. Den 16 Abgängen – inklusive Trainer Michael Oenning – stehen somit neun Verpflichtungen gegenüber. Sie stoßen zu dem bestehenden Kader von elf Spielern hinzu.

FCM hat noch eine Stelle offen

„Unsere Personalplanung ist weitestgehend abgeschlossen, aber noch nicht final beendet. Eine Planstelle ist noch offen“, berichtet Franz. Bis zum Ende der Transferperiode am 2. September „kann also noch jemand dazustoßen. Unserer Wunschvorstellung, jede Position doppelt zu besetzen, sind wir aber schon sehr nah.“

Gut ein Monat Zeit bleibt den Verantwortlichen also, um aus dem neu zusammengewürfelten Team eine verschworene Einheit zu formen. Schon jetzt am Montag soll es damit losgehen.

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