FCM lässt zwei Punkte in Paderborn

Der 1. FC Magdeburg und der SC Paderborn trennen sich im Drittliga-Topspiel 1:1 – vor 11.067 Zuschauern, 2000 davon aus Magdeburg.

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Paderborn l FCM-Trainer Jens Härtel überraschte mit seiner Aufstellung. André Hainault und Florian Pick feierten im 3-4-3-System ihr Startelf-Debüt in dieser Saison. Für den zwischenzeitlich lange verletzten Hainault, der als Abwehrchef agierte, war es der erste Einsatz von Beginn an seit dem 13. August 2016 – beim 2:3 in Osnabrück. In dieser Spielzeit durfte er bisher lediglich acht Minuten gegen die SG Sonnenhof Großaspach am 16. Dezember ran.

Außerdem liefen gestern Steffen Schäfer und Björn Rother von Beginn an auf. Dafür mussten Christopher Handke und Kapitän Marius Sowislo auf die Bank. Dennis Erdmann war gar nicht im Kader, Michel Niemeyer fehlt wochenlang wegen eines Muskelfaserrisses.

Auf Paderborner Seite waren mit Torhüter Leopold Zingerle und Trainer Steffen Baumgart zwei Ex-Magdeburger dabei.

Zum Spiel: Nach einem langen Freistoß von Richard Weil bekam Pick den Ball, schoss aber links am gegnerischen Tor vorbei (6.). Nur eine Minute später vergab Philip Türpitz. Paderborn versuchte zu Beginn, Druck aufzubauen, war zunächst aber oft zu ungenau. Der FCM lauerte und setzte auf schnelles Umschaltspiel. In der 12. Minute verpasste Hainault mit einem Kopfball nach einer Ecke die Führung. Weil war es in der 18. Minute, der Christian Beck mit einem Traumpass auf die Reise schickte. Zingerle entschärfte aber den Schuss des Torjägers. Defensiv ließ der FCM in den ersten 25 Minuten nicht anbrennen. Vor allem Felix Schiller überzeugte durch seine Zweikampfstärke.

Die erste richtig gute Gelegenheit der Gastgeber hatte Kwame Yeboah, dessen Schuss aber von Glinker geklärt wurde (37.). Der SCP war am Ball zwar ansprechend und hatte auch nach einer halben Stunde mehr vom Spiel, zwingende Torchancen waren aber Mangelware.

Nach der Pause störte Paderborn früh, Marlon Ritter zog knapp links an Glinkers Kasten vorbei (47.). Auf der Gegenseite schoss Türpitz freistehend über das Tor (55.). Eine Minute danach ließ Pick fast die gesamte SCP-Abwehr alt aussehen, zog ab, traf aber nur die Latte. Erinnerungen an Jay Jay Okocha, der 1993 für Frankfurt gegen Karlsruhe traf, wurden wach.

In der 61. Minute war es dann soweit: Nach einem Freistoß von Tobias Schwede war es Weil, der Magdeburg in Führung köpfte. Doch die Freude hielt nur zwei Minuten, dann traf Yeboah zum Ausgleich.

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