Von Manuel Holscher ›

Der 1. FC Magdeburg braucht beim punktlosen Tabellenletzten FC Carl Zeiss Jena unbedingt einen Sieg.

Magdeburg l Für Christian Beck ist es kein Drittliga-Alltag, wenn er gegen Carl Zeiss Jena antritt. Das liegt zu allererst daran, dass der Stürmer des 1.  FC  Magdeburg in Erfurt geboren wurde und es eine traditionelle Rivalität zwischen Jena und Erfurt gibt. „Das ist bei mir im Blut und eine ähnliche Rivalität wie zwischen Magdeburg und Halle“, erzählt er. „Für mich sind die Spiele gegen Jena immer auch ganz persönliche Derbys.“

Becks Familie in Jena dabei

Eine nette Begleiterscheinung ist daher, dass heute im Ernst-Abbe-Sportfeld viele Verwandte und Freunde dabei sein werden – und dem FCM-Kapitän die Daumen drücken. „Nur meine Tochter wird fehlen, weil die Partie erst spät angepfiffen wird“, sagt Beck.

Beck traf oft gegen Jena

Die kleinen Melina könnte aber etwas entgehen, denn es gibt ja noch einen Grund, warum Beck und Jena so eine spezielle Begegnung ist. Gegen Carl Zeiss trifft der Stürmer nämlich besonders gerne. In bisher sieben Spielen waren es sieben Treffer und zwei Vorlagen. Außerdem gewann der Club all diese sieben Duelle, in denen Beck auf dem Rasen stand. „Das ist natürlich eine schöne Statistik, die mir gar nicht so bewusst war“, sagt der 31-Jährige.

In der Aufstiegssaison 2017/18 trafen beide Mannschaften zuletzt aufeinander – der Club gewann zu Hause 2:0 und in Jena gar mit 5:1. Doch beim 2:0 in der MDCC-Arena gab es aus der Sicht von Beck einen kleinen Flecken in der ansonsten makellosen Bilanz. Es war nämlich das einzige der bisher sieben Spiele, in dem er ohne Tor oder Vorlage blieb. Das soll sich heute nicht wiederholen. Denn: „Ich hoffe, dass ich an meine tolle Bilanz anknüpfen kann. Das wäre schön für mich und natürlich vor allem auch für die Mannschaft.“

FCM setzt auf Stürmer-Duo

Was für die Fortsetzung der Serie spricht: Die Wahrscheinlichkeit für Beck-Tore könnte momentan kaum höher sein. Zuletzt beim 5:1 gegen 1860 München traf er doppelt, mit Sturmpartner Sören Bertram ergänzt er sich hervorragend. „Das hat sehr gut funktioniert mit uns beiden“, sagt er selbst.

Trotz dieser positiven Vorzeichen und der schwachen Jenaer Bilanz warnt Beck aber davor, den Gegner zu unterschätzen und nur über die Höhe eines FCM-Sieges zu spekulieren. „Es wird ganz sicher kein Selbstläufer. Jena hat einige Spiele in dieser Saison nur knapp verloren. Und wir wollen auf keinen Fall die Mannschaft sein, gegen die sie den ersten Saisonsieg feiern.“ Er sagt aber auch: „Ich bin mir sicher, dass wir gewinnen werden, wenn wir unser Potenzial auf den Platz bringen.“

FCM will sich oben festsetzen

Das Duell mit Jena könnte für den FCM richtungsweisend sein. Zwar ist der Club seit fünf Spielen ungeschlagen, verbuchte in dieser Zeit allerdings auch drei Unentschieden – und ist deshalb noch nicht ganz oben in der Tabelle dabei. Das soll sich ändern: „Wir wollen nach dem Sieg gegen die Löwen jetzt nachlegen, wollen in der Drittliga-Tabelle nach oben klettern und uns dort festsetzen.“

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