Volksstimme vom 16.05.2015
Autor: Uwe Tiedemann

Sieg bei Hertha BSC II würde Tür zur Meisterschaft weit aufstoßen

Die Entscheidung, wer in der Fußball-Regionalliga das Rennen macht – der FCM oder FSV Zwickau – steht kurz bevor und könnte schon an diesem Wochenende fallen.

Magdeburg l Gewinnt der Club bei Hertha BSC II und verliert Zwickau zur gleichen Zeit in Halberstadt (beide Sonntag, 14.05 Uhr, live im MDR), wäre er nicht mehr von Rang eins zu verdrängen.

Es könnte aber auch ganz anders kommen: Sollte es für den FCM „nur“ zu einem Remis reichen und Zwickau siegen, wäre nicht nur die Tabellenführung – bei dann einem Zähler Rückstand – futsch, sondern wohl auch der Titel. Denn die Sachsen stehen im letzten Heimspiel gegen Babelsberg vor einer lösbaren Aufgabe, und der zu erwartende FCM-Dreier über Schlusslicht Viktoria Berlin hätte keine Bedeutung mehr.

Also Daumendrücken für den VfB Germania, der in der Hinrunde das Kunststück fertigbrachte, beim 2:1 Zwickau seinerzeit die erste Heimniederlage beizubringen? Trainer Jens Härtel: „Das liegt nicht in unserer Hand. Daher fahren wir am besten, wenn wir uns voll auf Hertha konzen-trieren und danach einen Blick auf Halberstadt werfen.“

Vorsicht vor den „Hertha-Bubis“ ist allemal geboten. Zwar hat der FCM seinen Berlin-Fluch (endlich) abgelegt und bereits dreimal in der Bundeshauptstadt gewonnen (je 1:0 beim BFC Dynamo und Viktoria, 3:2 bei Union), doch gerade die Auswärtsbilanz gegen Hertha ist katastrophal. So gingen die letzten fünf Spiele alle verloren. Vielleicht ist es da von Vorteil, dass das Match nicht im Jahnsportpark, sondern im Stadion am Wurfplatz (Olympiapark) stattfindet (Fassungsvermögen 5400 Plätze). Am Sonntag sind im Übrigen keine Karten mehr für den Gästebereich zu erwerben.

Härtel appellierte indes noch einmal an alle FCM-Fans, in der Endphase der Saison nicht etwa unruhig zu werden: „Obwohl der Druck enorm hoch ist, war das bislang eine hervorragende Saison. Dass wir dabei nicht immer Glanzleistungen abliefern können, ist für mich ganz normal.“ Beim jüngsten 1:1 gegen den BFC sei seiner Meinung nach die Mannschaft zu schlecht weggekommen: „Von einem Einbruch konnte überhaupt keine Rede sein.“

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