Von Manuel Holscher ›

Der 1. FC Magdeburg hat beim Halleschen FC in letzter Minute gejubelt und ein 1:1 (0:0) verbucht.

Halle l Etwas verdutzt standen die Spieler des 1. FC Magdeburg und des Halleschen FC vor dem Anpfiff auf dem Rasen, während das Lied „Hells Bells“ der Metal-Band AC/DC aus den Stadionboxen dröhnte. Von Schiedsrichter Bastian Dankert fehlte zunächst jede Spur. Erst nach rund fünf Minuten kam er auf den Platz.

Auf das mit Spannung erwartete Sachsen-Anhalt-Duell hatte diese Wartezeit aber keinen großen Einfluss. Beim 1:1 (0:0) des FCM in Halle ging es von Beginn an sehr emotional zur Sache. Auch von der Tribüne kam im Vergleich zu anderen Drittliga-Geisterspielen überraschend viel Stimmung. Immer wieder beklatschten die Ersatzspieler und Offiziellen beider Vereine gelungene Aktionen.

Hoßmang setzt auf bewährtes Härtel-Syste

FCM-Trainer Thomas Hoßmang wechselte im Vergleich zum 2:0 gegen Viktoria Köln nur auf zwei Positionen. Für den gelbgesperrten Marcel Costly und Mario Kvesic liefen zu Beginn Daniel Steininger und Charles Elie Laprévotte auf. Außerdem setzte der Coach auf ein 3-4-3-System, das beim FCM zuletzt vor allem Ex-Trainer Jens Härtel viele Jahre erfolgreich spielen ließ.

Die erste gute Chance hatte Steininger, dessen Schuss zur Ecke abgewehrt wurde (13.). Der FCM versuchte, den Gegner früh zu stören und eroberte sich so auch hin und wieder den Ball. Allerdings fehlte in der Vorwärtsbewegung die Genauigkeit. Auf der Gegenseite hatte Terrence Boyd mit einem Drehschuss die erste Gelegenheit (27.). Danach kam der HFC besser ins Spiel, ohne aber wirklich gefährlich zu werden.

In der 45. Minute schwächte sich Halle dann selbst: Der bereits verwarnte Jan Washausen kassierte nach einem Foul an Rico Preißinger die Gelb-Rote Karte.

Hoßmang stellte zur zweiten Halbzeit auf ein 4-4-2 um, zog Jürgen Gjasula für den Spielaufbau aus der Abwehr ins Mittelfeld vor. Doch die erste gute Gelegenheit hatte Halle: Nachdem die FCM-Defensive den Ball nicht klären konnte, Schuss Boyd nur knapp links vorbei (52.). Der FCM kam gegen die jetzt dicht gestaffelte Abwehr der Gastgeber nur schwer durch.

Rother klärt Boyds Kopfball auf der Linie

Und die Gastgeber hatten weiterhin die besseren Chancen: Wieder war es Boyd, dessen Kopfball nach einer Ecke von Rother erst auf der Linie geklärt wurde (65.). Der HFC kämpfte, die Überzahl der Magdeburger war auf dem Rasen deshalb kaum spürbar. Und in der 78. Minute belohnte sich Halle für diesen leidenschaftlichen Einsatz: Nach einem überlegten Pass von Terrence Boyd kam Pascal Sohm an den Ball und lupfte die Kugel über Gäste-Keeper Morten Behrens zur Führung ins Tor (78.).

Der FCM versuchte alles, um den Ausgleich zu erzielen. In der dritten Minute der Nachspielzeit war es dann der in der 73. Minute eingewechselte Julian Weigel, der den FCM jubeln ließ und zum 1:1 traf.

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