Der 1. FC Magdeburg glaubt an ein Fußballwunder, wenn es am Dienstag (20.45 Uhr, MDCC-Arena) im DFB-Pokal gegen Dortmund geht.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Die Vorbereitungen auf den Pokalknaller gegen Dortmund in der mit rund 23.000 Zuschauern ausverkauften MDCC-Arena laufen auf Hochtouren. Im Stadion mussten am Montag Werbebanden abgeklebt werden, da im DFB-Pokal nur spezielle Sponsoren präsent sein dürfen.

Flutlichttraining und Tageshotel

Auch die Mannschaft bereitet sich speziell auf das Spiel vor. Am Montagabend stand um 18 Uhr eine Einheit auf dem Trainingsplatz auf dem Programm. „Wir wollten noch mal unter Flutlicht trainieren, damit wir uns an die Atmosphäre gewöhnen können“, sagt FCM-Trainer Jens Härtel. Am Dienstagvormittag steht ein lockeres Anschwitzen auf dem Plan, dann geht es in ein Tageshotel. „So können wir uns gemeinsam auf das Spiel vorbereiten und einige Gespräche führen“, sagt Alexander Brunst, der heute wohl für Stammkeeper Jan Glinker im Tor stehen wird.

Die Vorfreude auf das Bonusspiel, wie es von vielen Spielern in der Mannschaft genannt wird, ist groß – trotz des 0:3 am vergangenen Wochenende in der 3. Liga gegen Unterhaching. „Für viele scheint es nur eine Frage zu sein, wie hoch Dortmund bei uns gewinnt. Uns spornt das an, wir haben überhaupt nichts zu verlieren und wollen einen guten Pokalfight liefern“, sagt Abwehrchef Richard Weil, der auch gegen den BVB wieder im kompakten defensiven Mittelfeld auflaufen könnte. „Wir müssen die Dortmunder Zentrale um Nuri Sahin gut zustellen. Wenn wir es schaffen, gutes Pressing zu spielen, könnten wir unser starkes Umschalt-spiel anbringen.“ Gegen Dortmund gelte es, die Offensivszenen, die der Club hat, effizient zu nutzen. „Der BVB wird mehr Ballbesitz haben. Wir dürfen keine individuellen Fehler machen“, so Weil.

Härtel sieht besonderen Charakter

Trainer Härtel hebt unterdessen den besonderen Charakter der Partie hervor: „Eine Chance hat man in einem Pokalspiel immer, auch wenn sie gegen Dortmund gering ist. Wir wollen die Partie genießen. Das Station ist ausverkauft, es wird laut und das Flutlicht geht an. Diese Energie müssen wir bündeln und auf den Platz bringen.“

Am 4. August 2007 spielte der FCM schon einmal gegen Dortmund im DFB-Pokal. Beim 1:4 stand Geschäftsführer Mario Kallnik für den Club noch auf dem Platz. Im Oktober 2015 gab es den bisher letzten Vergleich, als Magdeburg dem BVB mit Trainer Thomas Tuchel in einem Freundschaftsspiel ein 2:2 abrang. Torjäger Christian Beck traf damals zum Ausgleich. Jener Beck, der auch beim 2:0 gegen den Bundesligisten FC Augsburg in der ersten Pokalrunde erfolgreich war.

Mögliche Aufstellungen:

FCM: Brunst – Butzen, Handke, St. Schäfer, Hammann – Rother, Weil, Erdmann – Türpitz, Beck, Niemeyer.

Borussia Dortmund: Bürki – Toljan, Sokratis, Bartra, Schmelzer – Sahin – Castro, Kagawa – C. Pulisic, Philipp – Yarmolenko.

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