Volksstimme vom 13.08.2015
Autor: Thomas Juschus

Abwehrspieler zuletzt in Aalen / 4:3 (1:3)-Testspielsieg in Wolfsburg

Der 1. FC Magdeburg hat am Mittwoch durch einen 4:3 (1:3)-Sieg im Testspiel bei Champions-League-Teilnehmer VfL Wolfsburg Selbstbewusstsein für das Drittliga-Landesderby gegen den Halleschen FC (MDCC-Arena, Sonntag, 14 Uhr) getankt. Dort soll André Hainault den FCM verstärken.

Magdeburg l Die Suche nach einer Alternative für die linke Seite beim Drittliga-Aufsteiger 1. FC Magdeburg ist beendet. Nach den Eindrücken aus dem Training und im Testspiel bei DFB-Pokalsieger VfL Wolfsburg hat sich Cheftrainer Jens Härtel am Mittwoch für eine Verpflichtung von André Hainault ausgesprochen. Der 29-Jährige ist kanadischer Nationalspieler, spielte zuletzt bei Zweitliga-Absteiger VfR Aalen und ist zurzeit vereinslos.

„Seine Leistung war grundsolide. Für ihn spricht, dass er flexibel einsetzbar ist“, sagte Härtel. FCM-Sportchef Mario Kallnik wickelte am Abend die Details der Verpflichtung ab und stattete Hainault mit einem Vertrag bis Mitte 2016 aus. Voraussichtlich ist der Linksfuß schon am Sonntag gegen den HFC einsetzbar.

Zur Verfügung steht dort auch Nils Butzen. Der 22-Jährige testete gegen Wolfsburg nach seinem Nasenbeinbruch aus dem Spiel beim FSV Mainz II (2:2) eine Gesichtsmaske. „Natürlich war es ungewohnt und die Sicht etwas eingeschränkt. Aber es hat ganz gut geklappt. Wenn der Trainer mich einsetzen will, bin ich bereit“, sagte Butzen. Ein kleines Fragezeichen steht dagegen hinter Marius Sowislo. Der etatmäßige Kapitän meldete sich nach dem Vormittagstraining mit Rückenproblemen für Wolfsburg ab. „Näheres wissen wir noch nicht“, sagte Härtel.

Den Auftritt seiner Mannschaft beim deutschen Vizemeister wollte Härtel nicht überbewertet wissen. „Was das Ergebnis wert ist, wissen wir am Sonntag. Aber wir haben gezeigt, dass wir auch einem Bundesligisten Probleme bereiten können, wenn wir den Schalter im Spiel schnell umlegen“, sagte der FCM-Coach. Gegenüber Dieter Hecking, dem mit Diego Benaglio, Kevin de Bruyne, Max Kruse oder André Schürrle einige seiner Top-Stars fehlten, beklagte vier Tage vor dem Bundesliga-Start gegen Eintracht Frankfurt die hohe Fehlerquote der zweiten Halbzeit. Hecking: „Da haben wir zu leichte Gegentore bekommen. Aber es war nicht nur die Abwehr schuld, wir hätten auch vorher das 4:1 und 5:1 machen müssen. Trotzdem ein guter Test.“

Die nach der Pause komplett umgekrempelte FCM-Mannschaft steigerte sich angetrieben von Niklas Brandt ab der 60. Minute gegen nachlassende Wolfsburger enorm und drehte das Ergebnis sehr zur Freude der 300 mitgereisten Fans. „Trotzdem sollten wir den Sieg nicht überbewerten“, sagte Nils Butzen.

VfL Wolfsburg: Grün – Jung, Knoche, Ascues, Schäfer, Träsch (62. Seguin), Gustavo (77. Conde), Caliguiri (62. Stolze), Hunt (77. Donkor), F. Rodriguez, Bendtner (71. Putaro)

FCM (1. Halbzeit): Glinker – Butzen, Handke, Schiller, Niemeyer, Razeek, Löhmannsröben, Fuchs, Reimann, Farrona-Pulido, Beck

FCM (2. Halbzeit): Tischer – Bankert, Malone, Puttkammer, Hainault, Brandt, Kruschke, Bremer, Chahed, Schlosser, Hebisch

Schiedsrichter: Skorczyk (Braunchweig). Zuschauer: 2205. Tore: 1:0 Caligiuri (9.), 1:1 Beck (13.), 2:1 Bendtner (20.), 3:1 Hunt (44.), 3:2 Brandt (67.), 3:3 Chahed (69.), 3:4 Bankert (82.). Gelbe Karten: Ascues / Malone

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