Der 1. FC Magdeburg hat im Landespokalfinale gegen den Oberligisten Lok Stendal mit 1:0 gewonnen. Es war Marius Sowislos letztes Spiel.

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Magdeburg l Der Club sicherte sich damit das Triple, bestehend aus Aufstieg, Drittliga-Meisterschaft und Landespokalsieg.  „Wir haben der Mannschaft im Vorfeld ganz klar gesagt, dass der letzte Eindruck haften bleibt. Wir wollten eine Niederlage gegen einen Oberligisten unbedingt vermeiden“, sagte FCM-Trainer Jens Härtel. „Die Mannschaft hat es dann insgesamt gut gemacht, auch wenn wir keinen guten Fußball gespielt haben.“

Letztes Spiel für Sowislo

FCM-Kapitän Marius Sowislo bestritt gegen Stendal das letzte Spiel seiner Profi-Karriere. In Zukunft wird er sich vorrangig um seine Firma, ein Sportlernetzwerk, kümmern. Club-Trainer Jens Härtel reaktivierte unterdessen kurzfristig und überraschend Co-Trainer Silvio Bankert, der auf der Bank saß.

Stendal lief in einem 5-4-1-System auf und machte die Räume zu Beginn sehr eng. Der FCM hatte wie erwartet deutlich mehr Ballbesitz und im 4-3-3 durch Philip Türpitz (7.) und Christian Beck (12.) die ersten Chancen. Der Club hatte ansonsten aber Mühe, sich gegen den Doppel-Riegel des Gegners durchzusetzen. Da es in der Mitte sehr eng war, versuchte es der FCM über die Außen Türpitz und Florian Pick.

Lok setzte dagegen auf Konter: in der 20. Minute musste sich Magdeburgs Torhüter Mario Seidel das erste Mal strecken, als er den Flachschuss des agilen Niclas Buschke parierte (20.). Für den Zweitliga-Aufsteiger war es ein Geduldsspiel – bis zur 29. Minute: Pick setzte sich auf der linken Offensivseite gut durch und passte in die Mitte auf den freien Beck, der problemlos zur Führung verwandelte. Kapitän Sowislo war es dann, der nach einer Pick-Flanke fast erhöht hätte (35.).

FCM mit hohem Ballbesitz

Nach der Pause das gleiche Bild: Der FCM hatte gefühlt über 80 Prozent Ballbesitz und suchte gezielt den Weg nach vorne. Stendal war in erster Linie daran interessiert, keinen weiteren Gegentreffer zu kassieren, machte aber zu wenig nach vorne. Wie aus dem Nichts hatte Lok dann aber doch die große Gelegenheit zum Ausgleich, als Buschke auf Seidel zulief, den Torwart umspielte, Dennis Erdmann aber vor der Linie klärte (59.).

Magdeburg schaffte es nicht, die Vorentscheidung zu besorgen. Becks Abschluss wurde von Lok-Keeper Lukas Kycek per Fuß geklärt (73.). Vier Minuten später stand Kycek erneut im Mittelpunkt, als Sowislo frei zum Schuss kam, der starke Stendaler Rückhalt aber zur Stelle war.

Fünf Minuten vor Schluss feierte Tarek Chahed nach monatelanger Verletzungspause sein Comeback. Für ihn musste Pick vom Platz, der nach seiner Leihe zum 1. FC Kaiserslautern zurückkehren wird.

Stendaler wird ausgezeichnet

Der Oberligist wehrte sich bis zum Schluss tapfer. Am Ende blieb es beim knappen 1:0 für den FCM. Der Stendaler Torhüter Kycek wurde für seine starken Paraden belohnt und als Mann des Spiels ausgezeichnet.

FCM: Seidel – Butzen, Handke (68. Rother), D. Erdmann, Schäfer – Sowislo, Laprevotte, Costly – Türpitz, Beck, Pick (85. Chahed)

Stendal: Kycek – Gebauer, Mahrhold, Schaarschmidt, Gross, Iereidis – M. Krüger (81. Salge), F. Erdmann (71. Breda, Schubert, Kühn (75. Gödecke) – Buschke

Schiedsrichter: Kohnert (Ballenstedt). Zuschauer: 3800. Tor: 1:0 Beck (29.). Gelbe Karte: Sowislo.

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