Der 1. FC Magdeburg hat es in der 3. Liga oft mit defensiv spielenden Gegnern zutun. Die spielerische Leistung hakte zuletzt aber gewaltig.

Magdeburg l Sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen stehen fĂŒr den FCM auf dem Konto. Es hĂ€tten sogar neun ZĂ€hler sein können, wenn Richard Weil am Sonntag beim 0:0 gegen den SV Wehen Wiesbaden den Elfmeter in der 87. Minute verwandelt hĂ€tte. „Es war gut Zug im Schuss. Der TorhĂŒter hat sich relativ schnell fĂŒr die linke Ecke aus meiner Sicht entschieden. Wenn ich den Kopf kurz hochnehme, dann sehe ich, dass er frĂŒh weggeht“, sagte Weil nach dem Elfmeter. „Es ist schade fĂŒr die Mannschaft, weil wir uns nicht belohnt haben.“

Weil zuletzt im Fokus

Zuvor war es zweimal Weil, der seine Mannschaft jeweils mit einem verwandelten Strafstoß zu 1:0-Siegen gegen Preußen MĂŒnster und Werder Bremen II gefĂŒhrt hatte. Dass der Abwehrchef mit Standardsituationen fĂŒr die Höhepunkte beim Tabellenzweiten gesorgt hat, zeigt aber auch, wie sich das Spiel der FCM-Gegner verĂ€ndert hat, seitdem der Club in der Tabelle oben steht. „Wir stehen in der Defensive sehr gut. Es ist momentan schwer, gegen uns ein Tor zu erzielen“, hob Weil zwar hervor. Offensiv hakt es aber. Weil nannte einen Grund: „Fakt ist, dass Gegner wie Wehen Wiesbaden, Preußen MĂŒnster oder Mainz II mit acht Spielern im eigenen Strafraum stehen. Die Gegner haben sich auf uns eingestellt. Letztendlich kann man nicht durch eine Mauer durchschießen.“

Der FCM hatte zuletzt vor allem das Problem, dass Flanken und die letzten PĂ€sse nicht ankamen. „Das ist in letzter Zeit unser Manko. Wir werden das analysieren und versuchen, am Sonnabend in Kiel besser zu machen“, sagte Tarek Chahed, der seinen Vertrag kĂŒrzlich bis 2019 verlĂ€ngerte.

Farrona Pulido und MĂŒller stehen bereit

Ein Ansatz, die spielerische QualitĂ€t wieder zu verbessern, wĂ€re die Hereinnahme von Manuel Farrona Pulido. Der DribbelkĂŒnstler kam in der RĂŒckrunde bisher zwar noch nicht in Schwung, zeigte gegen Wehen Wiesbaden nach seiner Einwechslung in der 72. Minute aber in AnsĂ€tzen, was er drauf hat. Er war es auch, der im Strafraum gefoult wurde.

KĂŒrzlich betonte der 23-JĂ€hrige, dass er am liebsten zentral hinter den Spitzen spielt. Diese Position könnte auch Gerrit MĂŒller spielen, der am Sonntag ebenfalls eingewechselt wurde. FCM-Trainer Jens HĂ€rtel hĂ€tte somit mehrere Optionen, auch wenn er sein System ein bisschen umstellen mĂŒsste.

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