Volksstimme vom 17.10.2015
Autor: Uwe Tiedemann
Club optimistisch, aber ersatzgeschwächt ins Erzgebirge

Es bleibt dabei: Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg, schon im bisherigen Saisonverlauf von ständigem Verletzungs-pech verfolgt, plagen auch vor dem Auswärtsspiel bei Erzgebirge Aue (Sonntag, 14 Uhr, live im MDR) Personalsorgen.

Magdeburg l Neben den Langzeitverletzten Felix Schiller, Michel Niemeyer, Lukas Novy und Lars Fuchs bangt Trainer Jens Härtel vor allem um seinen Stammkeeper Jan Glinker, der sich eine Virus-Infektion eingefangen hat. Da kann sich der Chefcoach glücklich schätzen, dass er mit „Urgestein“ Matthias Tischer eine zuverlässige Nummer zwei hat.

Auch Steffen Puttkammer konnte wegen muskulärer Probleme nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Besser sieht es da schon bei André Hainault aus, der laut Härtel seine Länderspielreise mit der kanadischen Nationalmannschaft gut überstanden hat und nur leicht verspätet wieder in Magdeburg eintraf.

Dafür fehlt vermutlich Kapitän Marius Sowislo im Erzgebirge. „Seine Frau ist hochschwanger, wir wissen nicht, wann die Entbindung sein wird“, so Härtel, der dennoch nicht schwarz sieht: „Wir wollen agieren, nicht nur reagieren und natürlich versuchen, den Bock umzustoßen.“ Soll heißen: Dem Zweitliga-Absteiger endlich das erste Gegentor daheim zuzufügen und zumindest einen Teilerfolg einzufahren.

Dieses Ziel verfolgt selbstverständlich auch Torjäger Christian Beck: „Ich hoffe, dass wir die erste Mannschaft sein werden, die in Aue trifft und dann möglichst drei Punkte mitbringt.“ Der 27-Jährige ist auch deswegen so optimistisch, weil er seine Rückenbeschwerden (eingeklemmter Nerv) weitgehend auskuriert hat: „Ich kann sagen, dass es mir so gut geht wie schon lange nicht mehr.“

Mit neun Treffern steht Beck aktuell auf Platz zwei der Drittliga-Torjägertabelle (es führt Justin Eilers von Dynamo Dresden mit elf Toren) und hat damit öfter getroffen als der gesamte FC Erzgebirge Aue zusammen (8).

Ein Maßstab sei das freilich nicht, warnte Härtel, der gehörigen Respekt vor den Gastgebern hat. Das gilt aber umgekehrt genauso. „Für mich ist Magdeburg eine sehr kompakte Mannschaft, die diszipliniert und zweikampfstark ist. Wir müssen auf Konter aufpassen, wollen aber zu Hause das Spiel selbst bestimmen“, erklärte Sportchef Steffen Ziffert.

Allerdings müssen auch die „lila Veilchen“ improvisieren. So ist Mittelfeldakteur Louis Samson gelbgesperrt und im Sturm sowohl Max Wegner als auch Björn Kluft verletzt.

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