Der Magdeburger U-19-Kicker Eldin Dzogovic feierte sein Debüt für die luxemburgische Auswahl – und hat noch große Ziele.

Von Kevin Gehring

Debrecen/Magdeburg l 70 Minuten musste sich Eldin Dzogovic am Mittwochabend gedulden, dann schlug seine große Stunde. Dann brachte Luxemburgs Nationaltrainer Luc Holtz den FCM-Junior im Testspiel gegen Katar (0:1) für Kapitän Laurent Jans in die Partie. Dann feierte der erst 17-Jährige sein Länderspiel-Debüt bei den Herren.

Dass der junge Abwehrspieler künftig häufiger für die Luxemburger aufläuft, dessen ist sich Trainer Holtz sicher. „Es wird nicht lange dauern, bis Eldin an der Tür zur Startelf klopft“, sagte der 51-Jährige nach dessen Debüt gegenüber der heimischen Tageszeitung „Luxemburger Wort“.


In der Nationalmannschaft überzeugt Dzogovic mit denselben Attributen, die auch Petrik Sander, sein Coach bei den A-Junioren des 1. FC Magdeburg, lobend hervorhebt. „Eldin ist ein sehr athletischer Spieler, der viele gute Grundlagen mitbringt“, betonte Sander stets. Holtz setzte dem sogar noch einen drauf: „Eldin ist athletisch bereits auf internationalem Niveau.“

Die Athletik wiederum ermöglicht es, ihn vielseitig einzusetzen. So kam der Defensivspieler sowohl bei den Junioren-Nationalteams als auch beim FCM schon auf diversen Positionen zum Einsatz. „Innenverteidiger, Außenverteidiger oder vorgezogen –  das ist bei Eldin egal“, so Sander.

Dzogovic selbst sieht in seiner Flexibilität einen Zwiespalt. „Ich profitiere davon, dass ich auf mehreren Positionen spielen kann“,  erklärte er gegenüber dem „Luxemburger Wort“. „Allerdings halte ich es für wichtig, dass man eine Hauptposition hat, auf der man am stärksten ist.“

Diese Hauptpositon wurde für Dzogovic unlängst gefunden  –  und es ist seine liebste: Rechtsverteidiger. Als solcher kommt der Junior zumeist beim FCM zum Einsatz, als solcher debütierte er am Mittwochabend für die luxemburgische Herren-Nationalmannschaft. Und als solcher  möchte der 17-Jährige, wenngleich er noch zum jüngeren A-Junioren-Jahrgang gehört, auch an der Elbe bald den nächsten Schritt gehen. „Ich möchte meine Technik verbessern und noch ballsicherer werden. Doch ich denke, dass ich die richtige Einstellung habe“, so Dzogovic.

Der „akribische Arbeiter“, wie Coach Sander seinen Schützling beschreibt, durfte beim Drittligisten sogar schon reinschnuppern, absolvierte in der Vorbereitung unter Thomas Hoßmang mehrere Testspiele für die Herren. Wenngleich der FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik damals noch erklärte, dass das Drittliga-Niveau als U-19-Spieler wahnsinnig schwer zu erreichen sei, hat Dzogovic ein ambitioniertes Ziel vor Augen: „Ich möchte Stammspieler in einer großen Liga werden.“

Sein Nationalcoach traut ihm das jedenfalls zu. Und bis es so weit ist, hat der Nachwuchsspieler noch viel Zeit, Erfahrungen zu sammeln. Ob im hellblauen Trikot der luxemburgischen Nationalmannschaft, die zur WM-Qualifikation heute in Irland gastiert und am Dienstagabend Europameister Portugal empfängt oder im dunkleren blau-weißen Dress des FCM.

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