FCM geht den Weg der kleinen Schritte

Der 1. FC Magdeburg will und muss trotz der Niederlage in Fürth weiter an das Positive glauben.

Von

Magdeburg l Lob für die FCM-Spieler gab es nach der Partie in Fürth von allen Seiten. Für das couragierte Auftreten, die offensive Ausrichtung, das gesendete Lebenszeichen. Nur kaufen können sich die Magdeburger davon nichts. „Es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison. Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und stehen am Ende wieder mit leeren Händen da, weil wir die letzten fünf, sechs Minuten gepennt haben. Das darf nicht passieren“, beklagte Kapitän Christian Beck nach der 2:3-Niederlage.

Direkt nach Abpfiff versammelte Trainer Michael Oenning seine Spieler um sich, sprach ihnen ins Gewissen. Jetzt gelte es, wieder aufzustehen, gegen Bochum drei Punkte zu holen. Und vor allem: „Er hat an uns appelliert, positiv zu bleiben“, berichtete Beck. Denn das dürfte den Profis zurzeit mitunter am schwersten fallen.

Kein Vorwurf an FCM-Team

Den roten Faden, den Beck beschreibt, bringt Oenning unmissverständlich auf den Punkt: „Wir brauchen vorne zu viele Chancen und lassen hinten zu viel zu. Wir stehen immer noch auf derselben Stelle.“ Nur: Von dieser Stelle muss sich der FCM wegbewegen. Wenn auch in kleinen Schritten.

Und dabei geht der Trainer voran. „Der Mannschaft möchte ich keinen Vorwurf machen“, sagt er, „wir müssen uns schütteln. Wir müssen diesen Weg weitergehen, müssen Fußball spielen. Und zu Hause unser Herz in beide Hände nehmen.“

FCM hat Kontrolle

Er weiß, dass sich die Spieler ärgern. „Und dieser Ärger muss in positive Energie umgewandelt werden“, fordert Oenning. Er darf sich ja nicht in den Köpfen festsetzen. Und dort für Frust und Verdruss sorgen. „Wir gehen eben den Weg der kleinen Schritte. Jetzt müssen wir uns von dem freimachen, was drumherum passiert.“ Und kleine Schritte waren in Fürth ja schon erkennbar. Das Pass- und Positionsspiel zum Beispiel, auf das Oenning in der Länderspielpause Wert gelegt hat, hat sich größtenteils ausgezahlt. Zwar liegen die Passquote von 63 Prozent und der Ballbesitz von 46 Prozent im Vergleich zu den letzten Spielen im Schnitt. Der FCM hat aber mehr daraus gemacht. „Wir haben ja nicht nur mitgehalten, sondern das Spiel kontrolliert. Das sagt ja auch schon eine Menge aus“, so der Trainer.

Mit der taktischen 3-5-2-Ausrichtung hat Oenning zudem ein System gefunden, das Spieler in Positionen bringt, die ihnen liegen. „Marius Bülter hat zum Beispiel ein starkes Spiel gemacht. So wie Christian Beck und Felix Lohkemper“, zählte er auf. „Die Mannschaft hat überragend in die Tiefe gespielt. Und immer wieder aus dem System, aus den Positionen heraus Fußball gespielt und Druck aufbauen können.“

Oenning ist guter Dinge, dass sich das Blatt wendet. Auch deshalb lässt er keine Ruhe zu, will nicht, dass die Mannschaft schweigend auseinandergeht. „Ruhe gibt es nur, wenn man etwas verbrochen hat.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere