Der Lieblingsgegner kommt und er kommt zur rechten Zeit – könnte man meinen, blickt man auf das entstehende Spiel des 1. FC Magdeburg gegen Preußen Münster am Freitagabend (18.30 Uhr). Denn seit der FCM 2015 in die dritte Liga zurückkehrte, haben die Blau-Weißen alle drei Ligaspielen gegen die Preußen gewonnen. In der Hinrunde gab es einen 3:2-Auswärtssieg.

Die Parallelen zu damals sind groß, denn auch Mitte September traf der FCM nach einer unnötigen Niederlage gegen die bis dato so schwache Reserve von Mainz 05 auf die Münsteraner. Überhaupt hatte der FCM aus den ersten sechs Spielen der Hinrunde nur vier Punkte geholt – jetzt sind es immerhin schon sechs.

Gerrit Müller und Niklas Brandt zurück im FCM-Training

Und dennoch herrschte in der Landeshauptstadt nach dem 1:2 gegen Mainz II einige Aufregung. Zu überraschend war die Pleite gegen das Tabellenschlusslicht, nachdem man es sich beim Club nach dem 3:0 gegen Verfolger Osnabrück und einem starken Punktgewinn bei Spitzenreiter Duisburg schon auf einem Aufstiegsplatz gemütlich machen wollte. Hinzu kommt die immer noch ungeklärte Frage nach dem Verbleib von Trainer Jens Härtel. 

Dessen ungeklärte Vertragssituation für die kommende Saison auch am Mittwoch bei der Pressekonferenz jedoch kein Thema. Dafür richteten die Fragen auf die anstehende Aufgabe – worüber Härtel freilich gerne Auskunft gab und zunächst mal gute Nachrichten verbreitet: Mit Gerrit Müller und Niklas Brandt kehren zwei zuletzt erkrankte/verletzte Mittelfeldoptionen zurück. Beide sind für Freitagabend eine Option für die Startelf. Anders sieht es da bei Piotr Ćwielong aus, die polnische Offensivkraft fällt mit einer Zerrung aus. Auch die drei Langzeitverletzten Moritz Springer, André Hainault und Felix Schiller fehlen am Freitagabend.

In Vorbereitung auf das anstehende Spiel hat die Härtel-Truppe vor allem an Fehlern der Vergangenheit gearbeitet. „Wir haben vor allem unsere Standardsituation analysiert, da haben wir gegen Mainz viel liegen lassen“, sagte Härtel und richtete nochmal einen Blick zurück auf die Mainz-Pleite. „Spielerisch haben wir eines unserer besten Spiele gemacht, aber die Punkte liegen lassen“, so der Trainer.

Preußen Münster kommt ohne Mittelfeld-Duo nach Magdeburg

Beim Versuch, dieses Versäumnis zu korrigieren, könnte dem FCM nun die Vorarbeit des Rivalen Hallescher FC zu Gute kommen.  Denn beim Münsteraner 1:1 gegen den HFC am vergangenen Wochenende, handelten sich gleich beide zentrale Mittelfeldspieler der Preußen eine Sperre ein: Michaele Rizzi fehlt nach seiner fünften Gelben Karte, Benjamin Schwarz flog mit Rot vom Platz und wurde für drei Spiele gesperrt.

Und trotzdem warnt FCM-Mittelfeldabräumer Jan Löhmannsröben: „Es scheint aktuell ein Trend zu sein, dass die Teams im Keller punkten. Und wir wissen auch: In dieser Liga kann jeder jeden schlagen.“ Wer müsste das seit Samstag besser, als die Magdeburger.

Dass nun erneut ein enorm unter Druck stehender Abstiegskandidat auf seine Mannschaft wartet, lässt Härtel indes nicht gelten: „Wir wollen und wir müssen die Punkte holen.“  Denn die Magdeburger ihrerseits sind mindestens genauso dringend auf drei Punkte angewiesen wie der Gegner. Punktet der Chemnitzer FC am Mittwochabend im Nachholspiel bei den Sportfreunden Lotte, wäre der zweite Platz weg.

Löhmannsröben prognostiziert vor den nächsten drei Spielen innerhalb von neun Tagen: „Wir müssen konsequenter spielen. In der englischen Woche trennt die Spreu vom Weizen.“

 

Eine Antwort zu “FCM gegen Münster Gegen den Lieblingsgegner zurück in die Spur”

  1. Hobosapiens sagt:

    Moritz Springer….

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