Volksstimme vom 24.06.2015
Autor: Uwe Tiedemann
Vertrag mit Pfeifferschen Stiftungen verlängert

Magdeburg l Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg hat gestern den Kooperationsvertrag mit den Pfeifferschen Stiftungen um eine weitere Saison verlängert und geht mit dem Klinikum damit ins dritte Jahr.

War die Rundumversorgung in der Regionalliga noch freiwillig, so ist sie jetzt Pflicht. „Durch den Aufstieg sind die Ansprüche deutlich gestiegen und wir vom FCM sind für diese Zusammenarbeit daher sehr dankbar“, sagte Sportchef Mario Kallnik. So fordert der DFB laut Kallnik für jeden Spieler einen umfassenden sportmedizinischen Tauglichkeitsnachweis. Der Geschäftsführer der Pfeifferschen Stiftungen, Peter Zur, erklärte: „Wir wollen alles tun, die hohen DFB-Vorgaben zu bedienen und holen uns in speziellen Fällen auch Zweitmeinungen ein.“

Ein weiterer Grund, wa- rum beide Seiten so gut harmonieren, sind die kurzen Wege in Cracau. „Wir sind ja quasi Nachbarn“, schmunzelte der immer zu einem Spaß aufgelegte Zur. Und mit Blick auf die dritte Liga und den Chef der Orthopädie, Professor Dr. Niels Follak, ein bekennender Hansa-Rostock-Anhänger: „Jetzt kommt er am 1. FC Magdeburg nicht mehr vorbei.“ So ließ sich Follak denn auch bereitwillig mit einem FCM-Schal ablichten, nannte jedoch sogleich das neue Ziel für Hansa: „Die letzte Saison war eine echte Zittersaison. Jetzt ist aber die halbe Mannschaft ausgetauscht worden, und wir starten durch in die zweite Liga …“

Auch wenn hier und da der Flachs blühte, so wurde deutlich, dass sich der Club sportmedizinisch bestens versorgt fühlt. Kallnik: „Nach dem Aufstieg lagen uns diverse Offerten anderer Kliniken vor. Wir haben aber nicht eine Sekunde gezögert, die Kooperation mit den Pfeifferschen Stiftungen zu verlängern.“

Die Betreuung der FCM-Kicker unterteilt sich vorrangig in drei Bereiche – Kardiologie, Orthopädie und Physiotherapie/Leistungsdiagnostik. Für Letztere ist Dr. Mathias Neumann verantwortlich und nannte sogleich ein Beispiel: „Bei uns werden auch Unterwassermassagen mit einem Hochdruckstrahl durchgeführt, etwas, was es in anderen Physiotherapien gar nicht gibt.“

Einzig die kurze Pause von nur 22 Tagen bereitet ein wenig Sorgen. Mannschaftsarzt Dr. Stefan Wiegand: „Optimal wären eigentlich fünf Wochen Pause und eine um zwei Wochen längere Vorbereitung. Das ging aber leider nicht. Nun muss man das Beste daraus machen.“

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