FCM-Form ist besser als Tabellenplatz

Die Formkurve des 1. FC Magdeburg zeigt nach oben. Es gibt fünf gute Gründe, die für einen Sieg des FCM in naher Zukunft sprechen.

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Magdeburg l Nach dem ersten Ärger über den vergebenen Sieg gegen den FC Ingolstadt überwog beim 1. FC Magdeburg das Gefühl, in der 2. Bundesliga endlich angekommen zu sein. Der FCM zeigte wie schon im Pokal gegen Darmstadt eine spielerisch gute Leistung. Und so lieferten die Auftritte des FCM in den vergangenen Spielen einige Gründe, die für den ersten Zweitliga-Sieg der Magdeburger in naher Zukunft sprechen.

1. Der FCM hat sich konstant gesteigert

Die Zweitliga-Tabelle passt momentan überhaupt nicht zur Formkurve des FCM. Mit zwei Punkten nach drei Spielen belegt der Club Rang 15. Das ist eine Platzierung, die biederen und unattraktiven Fußball vermuten lässt. Doch so war es nicht. Nicht im Pokal gegen Darmstadt (0:1), nicht in der Liga gegen Ingolstadt. Beide Male bot die Härtel-Truppe starke Leistungen, war offensiv und mutig. Schritt für Schritt hat sich der FCM in den vergangenen Wochen gesteigert. Es fehlte nur das Erfolgserlebnis.

2. Dennis Erdmann als neuer Abwehrchef

Dennis Erdmann war nach dem 1:1 gegen Ingolstadt hin- und hergerissen. Mit seiner Leistung konnte der 27-Jährige zufrieden sein. Als Abwehrchef zeigte er eine Präsenz, die FCM-Trainer Jens Härtel auf dieser Position immer gesucht und gefordert hatte. Erdmann, zuvor vorwiegend im defensiven Mittelfeld, hielt die Dreierkette zusammen und zeichnete sogar für die zwischenzeitliche Führung verantwortlich.

Die Formkurve des 1. FC Magdeburg zeigt nach oben. Es gibt fünf gute Gründe, die für einen Sieg des FCM in naher Zukunft sprechen.

Dass es für den Club am Ende trotzdem nicht zum ersten Saisonsieg reichte, wurmte ihn. „Wir hätten uns noch die eine oder andere Möglichkeit mehr herausspielen können“, sagte Erdmann. „Im Fußball gewinnt aber nicht immer die bessere Mannschaft, es gehören noch andere Facetten dazu. Diese müssen wir uns in jedem Training hart erarbeiten.“

3. Angekommen in der 2. Bundesliga

Dem Club kann ebenfalls Mut machen, dass er sich in der 2. Liga mittlerweile wohler als noch zu Saisonbeginn fühlt. Die Körpersprache erinnert an die Erfolgszeiten aus der vergangenen Saison. Auch die Wucht, die die Mannschaft in den Drittliga-Heimspielen auszeichnete, ist wieder erkennbar. Alleine die Effizienz vor dem gegnerischen Tor passt noch nicht.

Die Konkurrenz macht dem Aufsteiger vor, wie es geht. „Es ist bitter, dass unsere Gegner aus dem Nichts Tore erzielen“, sagte FCM-Kapitän Nils Butzen. „Wir fahren noch nicht den Lohn ein, den wir uns verdient haben. Es war aber trotzdem wieder ein Schritt in die richtige Richtung.“

4. Zentrale Achse steht

Das Team hat sich gefunden. Die Mittelachse mit Erdmann als Abwehrchef sowie Björn Rother und Rico Preißinger im defensiven Mittelfeld steht. Hinten räumt Erdmann ab, in der Defensive tritt die Mannschaft sehr diszipliniert auf und lässt kaum Chancen zu.

5. Noch breiter aufgestellt

Durch die Verpflichtung des erst- und zweitligaerfahrenen Verteidigers Romain Brégerie ist der 1. FC Magdeburg zudem noch breiter aufgestellt.

Im defensiven Mittelfeld stopft Rother die Löcher oder treibt seine Mannschaft wie gegen Darmstadt an. Neuzugang Preißinger deutete gegen Ingolstadt zudem an, wie wichtig er sein kann. Er bestimmt den Rhythmus und leitet Angriffe ein. „Wenn wir weiter so hart arbeiten, wird auch das Erfolgserlebnis bald kommen“, versichert Butzen, der die Vorlagen zu den bisher erst zwei Saisontreffern gab.

Es gibt also zahlreiche Gründe, die für den ersten Drei-Punkte-Erfolg des 1. FC Magdeburg sprechen. Erdmann ist sich sicher, dass der erste Zweitligasieg bereits am kommenden Montag (20.30 Uhr) in Kiel fällig ist: „Wir versuchen jetzt, die drei Punkte in Kiel zu holen. Man muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Ich denke, dass Kiel der richtige Ort ist.“

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