Der 1. FC Magdeburg hat sich mit 2:1 beim SV Meppen durchgesetzt.Der FCM steigerte sich nach einer durchwachsenen ersten Hälfte deutlich.

Von
Manuel Holscher

Meppen l „Wir haben nach der Pause eine Schippe draufgelegt. Wir wollten in Meppen unbedingt gewinnen und haben das einfach gut gemacht“, sagte Michel Niemeyer nach der Partie zufrieden. Mit seinem zweiten Saisontor (65. Minute) nach Vorarbeit des gerade eingewechselten Dennis Erdmann sorgte der Linksfuß für die Entscheidung. „,Erde‘ hat das super gemacht, ich brauchte nur noch durchlaufen“, sagte ein glücklicher Niemeyer.

FCM-Trainer Jens Härtel vertraute der gleichen Startelf, die zuletzt 3:0 gegen Rot-Weiß Erfurt gewann. Auf der Bank gab es eine Änderung. Florian Pick stand zum ersten Mal im Kader, für Tarek Chahed blieb kein Platz. Wie erwartet musste der Coach auch auf die verletzten Felix Lohkemper (Gesäßmuskelzerrung) und Steffen Schäfer (Leistenzerrung) verzichten. Bei Meppen liefen die Ex-Magdeburger Steffen Puttkammer und Benjamin Girth von Beginn an auf. Im Publikum saß auch DFB-Präsident Reinhard Grindel, der sich im Vorfeld der Partie deutlich gegen Fan-Kritik aus Meppen am Verband gewehrt hatte.

Der FCM, der von mehr als 1000 mitgereisten Fans unterstützt wurde, begann furios. Meppens Torhüter Eric Domaschke foulte Christian Beck im Strafraum (3.), den fälligen Elfmeter verwandelte Andreas Ludwig souverän zur frühen Gästeführung (5.).

Meppen drückt nach nach FCM-Führung

In der Folge machte Meppen Druck. FCM-Torhüter Jan Glinker parierte zweimal stark gegen Girth (6./12.). Die Gastgeber hatten das Spiel klar im Griff, der FCM war viel zu passiv und in der Rückwärtsbewegung unsicher. Nach einer Ecke bekam der Club den Ball nicht aus dem Strafraum, Girth bedankte sich und traf zum Ausgleich (18.). Nur zwei Minuten später hätte Martin Wagner die Partie mit einem Weitschuss fast zugunsten der Meppener gedreht. Die Gäste hatten in dieser Phase sichtlich Mühe, sich aus der Defensive zu befreien. Immer wieder ging der Ball bereits im Spielaufbau verloren. Erst gegen Ende der ersten Hälfte bekam Magdeburg wieder etwas mehr Zugriff.

Nach der Pause bemühte sich das Härtel-Team, kompakter aufzutreten. In der Offensive setzte der FCM durch einen Freistoß von Nico Hammann (47.) und eine gute Kopfballchancen von Marius Sowislo (53.) Akzente. Die Riesenchance zur Gästeführung hatte Türpitz, der nach einer Vorlage von Niemeyer völlig frei war, aber über den gegnerischen Kasten zielte (56.).

Der FCM hatte Meppen deutlich besser im Griff als vor der Pause. Verdient war deshalb auch die erneute Führung durch Niemeyer (65.). Zwei Minuten später hatte Beck die Entscheidung auf dem Fuß, sein Schuss knallte aber gegen die Latte. In einer hitzigen Schlussphase setzte Meppen noch mal alles daran, den Ausgleich zu erzielen, der Club ließ aber nicht mehr viel zu. „Wir haben etwas Zeit gebraucht, um uns auf den Gegner einzustellen. Aus meiner Sicht haben wir aber nicht unverdient gewonnen, wenn man die Chancen der zweiten Halbzeit sieht“, sagte FCM-Trainer Jens Härtel.

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