Autor: Uwe Tiedemann

Club gewinnt 1:0 beim BFC Dynamo / Beck erzielt „goldenes Tor“ / Härtel: Können besser spielen

Fußball-Geionalligist 1. FC Magdeburg hat endgültig in die Erfolgsspur zurückgefunden, gewann dank eines Treffers von Goalgetter Christian Beck (44.) am Sonnabend den Ost-Klassiker beim BFC Dynamo mit 1:0 (1:0) und holfe damit aus den letzten drei Partien neun Punkte und 10:0 (!) tore.

Berlin Nach dem Schlusspfiff im Berliner Jahnsportpark, der diesmal nicht wie in den Jahren zuvor zur Stolperfalle wurde, räumten alle FCM-Beteiligten ein: Es war ein glücklicher Dreier. „Das Spiel stand auf des Messers Schneide. Wir waren in den letzten Minuten drauf und dran, den Sieg noch aus der Hand zu geben, haben uns aber für unser nimmermüdes Engagement belohnt“, sagte Trainer Jens Härtel. Und: „Wir wissen, dass wir besser Fußball spielen können. Unterm Strich war es ein dreckiger Sieg.“

Wohl wahr. Im ersten Abschnitt stimmte nur die Kulis se, neutralisierten sich beide Teams weitgehend. Torchancen blieben bis auf drei nennenswerte Szenen Mangelware. In der 25. Minute rettete Jan Glinker gegen Christopher Mandiangu, zehn Minuten später traf Felix Schiller nur die Latte, und kurz vor der Pause erzielte Christian Beck nach Vorarbeit von Lars Fuchs aus Nahdistanz das zu diesem Zeitpunkt überraschende 0:1.

Nach dem Wechsel machte der BFC, der gestern Ex-Profi Thomas Stratos (48) für den zurückgetretenen Volkan Uluc als neuen Cheftrainer präsentierte, deutlich mehr Dampf, drängte den FCM immer wieder weit zurück. Doch die Gäste hielten hinten die Null, hatten dabei auch das nötige Glück wie beim Kopfball von Martin Zurawsky ans Lattenkreuz (52.).

„So etwas lässt sich nicht erklären im Fußball. Das beste Beispiel bin ich selber. Noch vor wenigen Wochen gingen die Bälle nicht rein, jetzt läuft es wieder“, meinte Beck in Bezug auf die Achterbahnfahrt des Clubs, der vor den drei Siegen viermal in Folge verloren hatte.

„Jetzt zahlt es sich aus, dass wir auch in schwierigen Phasen immer an uns geglaubt und die Ruhe bewahrt haben“, meinte Kapitän Marius Sowislo, der gerne einräumte, „dass wir gegen einen schwer zu spielenden Gegner einen dreckigen Sieg“ gelandet haben.

Mittelfeld-Kollege Niklas Brandt ergänzte: „Das war sicherlich kein ansehnlicher Fußball. Andererseits haben wir hinten gut gestanden und nur wenig zugelassen.“ Und der eingewechselte Sven-Torge Bremer meinte: „Das war sicherlich nicht die feine Klinge, typisch Regionalliga eben.“

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