Nach der 0:1 (0:1)-Niederlage bei den Würzburger Kickers ist der Fehlstart des 1. FC Magdeburg in die zweite Saisonhälfte perfekt.

Von
Hans-Joachim Malli

Würzburg l „Würzburg macht Spaß“ mussten die FCM-Kicker während der Abreise aus der einstigen unterfränkischen Residenzstadt auf einem großen City-Poster in der stadtauswärts führenden Kantstraße lesen, als sie am Samstagnachmittag in ihrem schicken neuen Bus auf dem Weg zurück an die Elbe waren. Der Spaß war den Blau-Weißen da aber schon längst vergangen.

Bedröppelt schlichen sie nach der zweiten Niederlage des Jahres vom Rasen der Flyeralarm-Arena, wo zuvor zumeist nur die Gastgeber für Alarm gesorgt hatten, so dass beim Abgang auch die wiederum mehr als 1000 FCM-Anhänger kaum noch für Aufmunterung sorgten.

Viele Umstellungen beim FCM

FCM-Trainer Jens Härtel hatte für seine Verhältnisse mächtig rotiert, brachte anstelle von Steffen Schäfer, Björn Rother und Julius Düker diesmal Felix Schiller, Tobias Schwede und Philip Türpitz von Anfang an. Mit Beginn der zweiten Hälfte kam dann Winterneuzugang Marcel Costly für den völlig indisponierten Nico Hammann zu seinem Debüt in Blau und Weiß. 20 Minuten vor Schluss machte der Gelb-Rot-gefährdete Schiller Platz für Marius Sowislo, kam Düker für Türpitz in die Partie.

Einen Schönheitspreis verdiente die von intensiven und nicht immer sauber geführten Zweikämpfen geprägte Partie vom Anpfiff weg nicht. Beide Torhüter hatten kaum Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. Die erste Gelegenheit für die Kickers hatte der quirlige Orhan Ademi, der den mitgelaufenen Felix Müller übersah (3. Minute), auf der Gegenseite traf Michel Niemeyer den Ball nicht voll, verzog links (7.).

FCM weitgehend harmlos

Kurz vor der Pause dann das Tor des Tages, als der bis dahin aufopferungsvoll und effektiv verteidigende Christopher Handke völlig ohne Not Patrick Göbel am Knie traf und der Ex-Zwickauer das Geschenk dankend annahm. Den fälligen Elfmeter verwandelte Ademi zum 1:0 (42.).

Mit Wut im Bauch und frischem Personal drängte der FCM nach der Pause auf den Ausgleich, doch der abgewehrte Versuch von Christian Beck (52.), ansonsten weitgehend untergetaucht, und Erdmanns Schuss aus dem Hinterhalt (54.) waren zu wenig für einen Punktgewinn.

Fast hätten die Kickers noch das 2:0 gemacht, als sich Kai Wagner durch Costly und Erdmann durchwurschtelte, aber den Ball freistehend knapp verzog (77.). „Die Mehrzahl der wichtigen Zweikämpfe haben die Kickers gewonnen. Uns gelang es zu selten, Überzahlsituationen zu schaffen, die richtigen Lösungen zu finden“, monierte Härtel nach dem Spiel und forderte nun für das Heimspiel am Sonnabend gegen Münster mehr Präsenz.

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