Autor: Uwe Tiedemann

Was passiert beim DFB-Pokalspiel? / Fechners Appell auf Verzicht von Pyrotechnik

Am vergangenen Dienstag konnte der FCM mit dem Kompromiss vorm DFB-Bundesgericht einen Schlussstrich unter das Dauerthema Fehlverhalten seiner Anhänger ziehen. Aber wie lange? Die erste Bewährungsprobe steht mit dem DFB-Pokal-Hit gegen Eintracht Frankfurt unmittelbar bevor.

Magdeburg l Am heutigen Sonnabend hofft der Club in Osnabrück auf den ersten Auswärtssieg. Danach legt die dritte Liga eine Pause ein, weil am kommenden Wochenende die erste Runde im DFB-Pokal steigt. Und da zog der FCM mit dem hessischen Erstligisten ein attraktives Los. Was dazu führt, dass die MDCC-Arena mit hoher Wahrscheinlichkeit erstmals in dieser Saison ausverkauft sein wird. „Die maximale Kapazität für dieses Spiel liegt bei 25 000 Plätzen. 2300 Karten gehen nach Frankfurt. Das sind etwas weniger als die üblichen zehn Prozent, weil wir einen kleinen Puffer freilassen wollen“, sagte Pressesprecher Norman Seidler, der ferner bekanntgab, „dass noch wenige Restkarten, etwa 200 bis 300, verfügbar seien“.

Neben der sportlichen Frage, ob und wie der Drittligist den Favoriten ärgern kann, geht es nicht zuletzt darum, wie sich die Fans verhalten. Speziell Block U, in jedem Heimspiel die absoluten Stimmungsmacher, steht dabei im Rampenlicht – und vor einer echten Zerreißprobe.

Denn sollte, wie vergangene Saison geschehen, erneut verstärkt Pyrotechnik zum Einsatz kommen, könnte die Stimmung auf den anderen Plätzen umschlagen und die treuesten Fans plötzlich zu „Nestbeschmutzern“ abgestempelt werden.

Die Partie hat im wahrsten Sinne des Wortes auch deswegen enorme Sprengkraft, weil der Gast aus Frankfurt ebenfalls über eine große Fangemeinde verfügt und sich immer wieder lautstark bemerkbar macht.

Darüber hinaus haben sich nach Volksstimme-Informationen für das Spiel auch ausländische befreundete Fan-Gruppierungen angekündigt.

Klar, dass solche Hinweise die Verantwortlichen um Präsident Peter Fechner beunruhigen, der den Club am vergangenen Dienstag neben dem Hannoveraner Sportrechtsexperten Prof. Dr. Rainer Cherkeh in Frankfurt vertreten und festgestellt hatte: „ Der DFB ist fokussiert auf massiven Einsatz von Pyrotechnik, sieht darin ein erhebliches Gefahrenpotenzial und lehnt diesen deshalb kategorisch ab.“

Und der natürlich weiß, dass der Pokalpartie eine besondere Bedeutung zukommt: „Sollte trotz umfangreicher Sicherheitsmaßnahmen am Sonntag wieder massiv Pyrotechnik gezündet werden, können wir unsere Bewährung vergessen.“ Neun Monate darf sich der Club nichts zu Schulden kommen lassen, sonst folgt der zweite Zuschauer-Teilausschluss. Und als weitere Konsequenz drohen „Geisterspiele“ sowie Punktabzüge …

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