Mit viel Kampfgeist hat sich der 1. FC Magdeburg beim SC Paderborn ein 4:4 (2:1)-Unentschieden und damit einen Punkt gesichert.

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Paderborn l Es gibt so einige Geschichten, die dieser 6. Spieltag aus Sicht des 1. FC Magdeburg hätte schreiben können. So hätte es sein können, dass FCM-Angreifer Christian Beck mitten im Spiel ausgewechselt wird, um nach Magdeburg zu eilen. Dort, wo seine Freundin Paulin das erste Kind der beiden erwartet. Auch hätte der FCM ausgerechnet im Spiel gegen den Dauer-Konkurrenten der vergangenen Drittliga-Saison und Mitaufsteiger SC Paderborn den ersten „Dreier“ einfahren können. Und es hätte eben auch sein können, dass Marius Bülter bereits nach 60 Sekunden die Hoffnungen auf diesen ersten Sieg schürt. Hätte! Stattdessen schrieb dieser Auftritt des FCM in Paderborn eine andere Geschichte. Die einer unfassbaren Aufholjagd des FCM, die mit einem 4:4-Unentschieden endete.

Erstmals in der Start-Elf in dieser Saison, hatte Bülter bereits nach einer Minute die Großchance auf dem Fuß. Doch statt selbst den Abschluss zu suchen, legte Bülter in den freien, nicht besetzten Raum quer – die falsche Entscheidung. Die Gastgeber hingegen agierten im Angriff vor allem in der Anfangsphase mit viel Selbstbewusstsein und wurden dafür bereits nach drei Minuten belohnt. Nach einer scharfen Hereingabe von Mohamed Dräger traf FCM-Spieler Tobias Müller den Ball unglücklich und markierte per Eigentor die Führung für Paderborn. Nur vier Minuten später erhöhte Bernard Tekpetey per Flachschuss zum 2:0 (7.).

In den folgenden Minuten war es Paderborns Offensiv-Trio mit Dräger, Babacar Gueye und Tekpetey, das mit schnellen Dribblings viel Druck erzeugte. Erst nach 20 Minuten und einer vergebenen Chance von Marcel Costly kam der FCM besser ins Spiel, wirkte in der Defensive stabiler und sorgte für mehr Entlastung in der Offensive – mit Wirkung. Nachdem sich Bülter über die linke Seite durchgesetzt und Michel Niemeyer bedient hatte, nutzte Costly die Vorlage und markierte per Flachschuss zum 1:2-Anschlusstreffer (27.).

FCM-Keeper Alexander Brunst lieferte auch in Paderborn eine starke Partie ab und bewahrte die Härtel-Elf in der 35. Minute gegen Uwe Hünemeier vor einem weiteren Gegentreffer.

In der zweiten Halbzeit kam der 1. FC Magdeburg besser aus der Kabine, wirkte entschlossener in der Offensive, ging aggressiver in die Zweikämpfe – doch erneut jubelten die Ostwestfalen. Nach einer Hereingabe ließ FCM-Kapitän Nils Butzen den Ball per Kopf direkt vor die Füße von Sebastian Vasiliadis abtropfen – 1:3 (62.).

Doch der FCM bewies Moral und verkürzte nur eine Minute später zum 2:3. Nach einem sehenswerten Zuspiel von Costly ließ Christian Beck Paderborns Keeper Zingerle keine Chance. Und nun entwickelte sich ein schnelles, vor allem aber denkwürdiges Spiel in Paderborn. Die in den vergangenen Spielen so starke Defensive der Magdeburger erlaubte sich in Paderborn jedoch zu viele Fehler. Einen weiteren davon nutzte ausgerechnet der Ex-Magdeburger Tobias Schwede zum 2:4 für Paderborn in der 78. Minute. Er profierté dabei von der Passivität eines Romain Brégerie. Wer nun dachte, das Spiel sei entschieden, sah sich getäuscht. Vier Minuten später verkürzte der eingewechselte Felix Lohkemper zum 4:3 (82.).

Der 1. FC Magdeburg probierte in den letzten Minuten der Partie noch einmal alles – und wurde belohnt. Nach Foulspiel von Hünemeier an Beck éntschied der Unparteiische auf Strafstoß. Philip Türpitz markierte den 4:4-Endstand und setzte damit den Schlusspunkt hinter eine denkwürdige Partie (91.). Ausgerechnet Türpitz. Der Held der Aufstiegssaison, dem aber in den vergangenen Partien kaum etwas gelang, der seinen Stammplatz verloren hat. Ausgerechnet er sorgte am Ende für Jubelstürme beim FCM – die wahrscheinlich beste Geschichte dieses 6. Spieltages.

Eine Antwort zu “FCM erkämpft Punkt in Paderborn”

  1. Rainer Mueller sagt:

    Ich bin stolz auf euch

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