Nachwuchskicker Philipp Harant (19) vom 1. FC Magdeburg kämpft in der Vorbereitung um einen Platz im Zweitligakader.

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Manuel Holscher

Manuel Holscher
Magdeburg l Mit dem Trainingsstart des 1. FC Magdeburg hat für Philipp Harant der Kampf um einen Kaderplatz begonnen. Am Ende der Vorbereitung steht die Entscheidung an, ob er mit dem FCM das Zweitliga-Abenteuer in Angriff nehmen darf oder ob er ausgeliehen wird.

Harant selbst geht mit der Situation gelassen um. „Ich werde alles geben, um in den Kader reinzurutschen“, sagt der 19-Jährige, der beim Club einen Profivertrag bis 2020 unterschrieben hat und zuvor einen Jugendförderkontrakt hatte.

Der 1,94 große Nachwuchsakteur verfügt über eine kuriose und seltene Flexibilität, er kann Innenverteidiger und Mittelstürmer spielen. Auf welcher Position FCM-Trainer Jens Härtel ihn eher sieht, werden die kommenden Testspiele zeigen. „Ich bin in der U 12 als Stürmer zum FCM gekommen, habe dann aber aufgrund von Personalproblemen mal defensiv, mal offensiv gespielt“, erklärt er. „Ich komme auf beiden Positionen gut klar. Beides macht mir Spaß. Wenn ich in der Innenverteidigung auflaufe, bin ich trotzdem häufig auch beispielsweise bei Standards vorne dabei.“ Sein Lieblingsspieler ist mit Zlatan Ibrahimović allerdings ein lupenreiner Stürmer, mit Hang zur Selbstdarstellung. „Mir gefällt an ihm, dass er ein spektakulärer Spieler mit einer klaren Meinung ist“, so Harant.

Beim FCM durfte er bereits vor einem Jahr bei der Profimannschaft reinschnuppern und machte die gesamte Vorbereitung mit. „Anfangs war es schwierig. Leon Heynke und ich mussten uns erstmal an die Handlungsschnelligkeit und die verschiedenen Übungen bei den Profis gewöhnen“, sagt Harant. „Nach zwei, drei Monaten fanden wir uns aber besser zurecht.“

Mittelfußbruch sorgt für kurze Pause

Der Spieler mit der Rückennummer 25 hatte im Frühjahr allerdings Pech, als er wegen eines Mittelfußbruchs drei Monate pausieren musste. Rechtzeitig zur Vorbereitung, seiner ersten als Profi, kann er aber wieder voll einsteigen. Ordentlich gefeiert hat er mit der A-Jugend unterdessen den Bundesligaaufstieg. „Da hatte ich schon eine Träne im Auge. Wir werden ja jetzt alle auseinandergerissen. Es ist super, dass wir noch mal einen solchen Erfolg zusammen feiern konnten“, sagt er. „Jetzt bin ich aber voll fokussiert auf die kommenden Wochen.“

Gegen Ende der Vorbereitung wollen sich die Verantwortlichen des Clubs mit ihm zusammensetzen, ob er es in der kommenden Saison in den Kader schaffen kann oder ob er ausgeliehen wird. Gerade in seinem noch jungen Alter braucht er natürlich Spielpraxis. Deshalb wurde Leon Heynke auch zum Regionalligisten Germania Halberstadt ausgeliehen. Ob Harant einen ähnlichen Weg geht, wird sich bald zeigen.

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