Volksstimme vom 16.09.2015
Autor: Uwe Tiedemann
3:0 (0:0)-Sieg gegen VfL Osnabrück / Beck mit spektakulärem Doppelpack

Der FCM bleibt zu Hause eine Macht. Nach drei Ostderby-Heimsiegen in Folge schlug der Fußball-Drittligist am Dienstagabend im Nachholspiel den VfL Osnabrück nach einer tollen zweiten Halbzeit mit 3:0 (0:0). Christian Beck gelang beim 2:0 ein Traumtor.

Magdeburg l Der Gast aus Niedersachsen hatte unter seinem neuen Coach Joe Enochs zuletzt dreimal hintereinander gewonnen, der 44-jährige Trainer aber im Vorfeld eindringlich vor dem FCM gewarnt: „Vor einer so großen Kulisse müssen wir erstmal bestehen und vor allem versuchen, wenig Standards zuzulassen.“

Beim von Aufstellungsproblemen arg gebeutelten Club konnte Trainer Jens Härtel wieder auf Kapitän Marius Sowislo zurückgreifen, brachte auch Nachwuchstalent Tarek Chahed und Nicolas Hebisch, verzichtete dafür zunächst etwas überraschend auf Niklas Brandt. Auf der linken Außenverteidigerposition durfte Neuzugang Burak Altiparmak erstmals von Beginn an ran.

Die Partie hatte in den ersten 18 Minuten nur einen echten Aufreger, als Marcos Alvarez allein auf Keeper Jan Glinker zusteuerte, dieser aber reaktionsschnell parierte (6.). Ansonsten scheuten beide Teams das Risiko, waren auf Torsicherung bedacht, wobei die Gäste die reifere Spielanlage besaßen. Nach 19 Minuten musste sich VfL-Torhüter Marvin Schwäbe bei einem Flachschuss von Manuel Farrona-Pulido das erste Mal strecken.

Mit zunehmender Spieldauer wurden die Platzherren in einer ansehnlichen Begegnung mutiger, störten früher, standen auch in der Defensive besser. Allerdings unterliefen den Club-Kickern zu viele einfache Fehler, so dass es wiederholt zu unnötigen Ballverlusten kam.

Die zweite Hälfte begann mit einem Paukenschlag: Weiter Einwurf Jan Löhmannsröben, Kopfballverlängerung Christian Beck, Flachschuss Sowislo ins rechte Eck – 1:0 (48.). Und es sollte noch besser kommen. Nach Flanke von Altiparmak gelang Beck mit einem spektakulären Seitfallzieher unter die Latte ein Traumtor zum 2:0 (61.). Und der „Knipser“ legte sogar noch einen drauf, hämmerte die Kugel nach 71 Minuten aus Nahdistanz volley in die Maschen zum 3:0 – sein siebtes (!) Saisontor. Damit waren die verunsicherten Gäste endgültig geschlagen. Der FCM brachte den Vorsprung sicher über die Runden.

FCM: Glinker – Bankert, Puttkammer, Hainault, Altiparmak (74. Brandt), Chahed, Löhmannsröben, Sowislo, Farrona-Pulido (65. Razeek), Hebisch, Beck (85. Malone)

Osnabrück: Schwäbe – Pisot, Willers, Groß, Dercho, Omatelli (74. Sembolo), Syhre (62. Thee), Hohnstedt, Falkenberg (67. Bleker), Savran, Alvarez

Schiedsrichter: Schult (Hamburg). Zuschauer: 15 324. Tore: 1:0 Sowislo (48.), 2:0 Beck (61.), 3:0 Beck (71.). Gelb: Bankert, Altiparmak, Hainault / Willers, Alvarez

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