Volksstimme vom 24.12.2015
Autor: Uwe Tiedemann

Der FCM bereitet schon seit einigen Wochen die Lizenz-Unterlagen für 2015/16 vor. Auch ein Antrag für die 2. Liga ist dabei.

Magdeburg | Das unerwartet gute Abschneiden des Fußball-Drittligisten 1. FC Magdeburg mit Platz vier zur Winterpause hat Auswirkungen auf die Planung für die kommende Saison 2016/17. Wie Sportchef Mario Kallnik informierte, wird der Club auch die Lizenz für die 2. Bundesliga beantragen. Abgabefrist ist Ende März 2016.

„Alles andere wäre fahrlässig“, sagte Kallnik in Anbetracht der Tatsache, dass sich die Elbestädter (32 Zähler) bislang so hervorragend geschlagen haben und nur drei Punkte hinter dem Überraschungs-Zweiten SG Sonnenhof Großaspach (35) liegen. Die ersten beiden Mannschaften steigen direkt auf, der Dritte bestreitet Relegationsspiele gegen den Tabellendrittletzten der 2. Liga. So wie in der Vorsaison Holstein Kiel, das äußerst unglücklich an 1860 München gescheitert war (0:0, 1:2).

Allerdings will Kallnik das Prozedere nicht etwa als Großangriff auf Liga zwei nach der Winterpause oder Ähnliches verstanden wissen, sondern sieht darin einen völlig normalen Vorgang, eine Selbstverständlichkeit: „Mit der Erstellung der Lizenz beschäftigen wir uns schon seit Ende Oktober und müssen im Grunde dreigleisig planen – für die 2., 3. Liga und auch Regionalliga, wobei ich natürlich hoffe und fest davon ausgehe, dass dieser Fall nie wieder eintreten wird.“

Die Beantragung ist diesmal deutlich komplizierter als sonst. Kallnik: „Das liegt daran, dass für die 3. Liga der DFB (Deutscher Fußball-Bund) und für die 2. Liga die DFL (Deutsche Fußball-Liga) zuständig ist und dies zu unterschiedlichen Verfahren führt.“ So sind andere Formulare zu verwenden, so der 41-Jährige, und ist das Anforderungsprofil sei deutlich höher.

Davon, dass der FCM „grünes Licht“ für die Lizenz in der 3. Liga erhält, ist Kallnik überzeugt. Für eine Klasse höher müssten „noch einige Dinge besprochen werden“.

Einher mit der Lizenzierung geht auch immer der Etat. „Konkrete Zahlen möchte ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht nennen, weil wir im Januar unseren Antrag erst dem Aufsichtsrat vorlegen wollen, aber fest steht schon jetzt, dass der neue Etat höher ausfallen wird als der alte“, so der Sportchef.

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