FCM arbeitet an der Flexibilität

Trainer Jens Härtel nutzt die Länderspielpause, um beim 1. FC Magdeburg nachzujustieren.

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Magdeburg l „Gibt es denn gar kein richtiges Spiel?“, fragte ein junger Zuschauer beim FCM-Training am Montagnachmittag. Er hatte festgestellt, dass Coach Jens Härtel und Co-Trainer Ronny Thielemann die Tore etwas anders angeordnet hatten als gewohnt. Auf engstem Raum wurden nämlich Torabschlüsse und Defensivverhalten geübt, zuvor stand das Dribbling im Fokus.

„Die Länderspielpause ist hilfreich, weil wir nachsteuern können und uns Bereichen noch einmal intensiver widmen, die sonst im Training zu kurz kommen“, erklärt FCM-Trainer Härtel. „Außerdem ist es auch mit Blick auf die Regeneration wichtig. Die Spieler haben mal zwei Tage Pause, das kommt ansonsten ja nicht oft vor.“

FCM reist nach Heidenheim

Bereits am Sonnabend, wenn der 1. FC Magdeburg beim 1. FC Heidenheim antritt, ist aber auch die zweite Pause passé. Beim FCM war sie insbesondere geprägt durch die Testspiele gegen den VfL Wolfsburg (1:1) und den MSV Börde (15:2). Zwei sehr unterschiedliche Gegner, die der Trainer bewusst gewählt hatte. So sollte seine Mannschaft einmal das unterlegene und einmal das überlegene Team sein.

Für die Liga habe er aus den Partien durchaus Erkenntnisse ziehen können. „Es war ja erst einmal wichtig, dass die Jungs vor allem gegen Wolfsburg Spielzeit bekommen haben, die sonst nicht so viel gespielt haben“, meint Härtel. Und über Phasen hätten diese das auch gut gemacht. Lob erntete zum Beispiel Charles Elie Laprevotte, der gegen den VfL im zentralen Mittelfeld auflief. „Er hat das ganz gut gemacht. Er hatte viele Ballkontakte, viele gewonnene Zweikämpfe“, urteilt Härtel.

Der Coach schickte seine Mannschaft gegen den Bundesligisten zudem in der 4-2-3-1-Formation aufs Feld. „Wir müssen variabel und flexibel sein“, nennt Härtel einen der Gründe, warum er vom gewohnten 3-4-3-System abwich. „Nur so können wir darauf reagieren, wenn im Spiel Sachen mal nicht so aufgehen. Und wir dann mit einer Viererkette spielen müssen.“ Gegen den VfL habe er gesehen, dass das auch gegen einen Doppelsturm funktioniert. Allerdings: „Wenn du dann einen kleinen Fehler machst, sind die Stürmer weg und du fängst sie nicht mehr ein.“

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