Farrona Pulido beim FCM in der Nebenrolle

Für Manuel Farrona Pulido läuft es beim Drittligisten 1. FC Magdeburg nicht rund. Der 23-Jährige war gegen Osnabrück nicht mal im Kader.

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Magdeburg l Das Topspiel gegen Osnabrück hätte FCM-Offensivspieler Manuel Farrona Pulido sicherlich gerne anders erlebt. Anstatt den Sieg im Trikot auf dem Rasen zu feiern oder zumindest auf der Bank zu sitzen, musste er auf der Tribüne Platz nehmen. Obwohl er fit war. Dort verfolgte er den überzeugenden 3:0-Erfolg des FCM neben dem gelbgesperrten Verteidiger Christopher Handke.

Farrona Pulido hat die Botschaft verstanden

„Einen Tag vor dem Spiel beim Abschlusstraining habe ich erfahren, dass ich nicht dabei bin“, sagt Farrona Pulido. „Kurz vor der Partie gab es dann noch ein kurzes Gespräch mit dem Trainer.“ Jens Härtel habe den 23-Jährigen darauf hingewiesen, dass er im Training noch mehr Gas geben solle. „Man kann im Training sicherlich immer noch ein bisschen mehr machen. Das ist vermutlich genau das, was der Trainer auch meint“, sagt der technisch starke Offensivspieler. Farrona Pulido hat die Botschaft verstanden, Kritik an Härtel ist ihm unterdessen fremd: „Ich werde im Training nochmal eine Schippe drauflegen. Dem Trainer mache ich überhaupt keinen Vorwurf.“

Den letzten von bisher drei Saisontreffern erzielte der gebürtige Hamburger am 25. September beim 3:0 beim SV Wehen Wiesbaden. Vor dem Spiel in Regensburg Ende Oktober warf ihn eine Wadenverletzung zurück, drei Partien musste der Spieler mit der Rückennummer neun zuschauen. „Dann haben es die Jungs gut gemacht und eine Serie gestartet. Da muss man sich dann einfach hinten anstellen.“

In der Rückrunde durfte Farrona Pulido bisher nur 83 Minuten in vier Partien ran. „Es ist nicht einfach, von der Bank zu kommen“, sagt er. „Es fehlt der Rhythmus. Gegen Zwickau hatte ich meine Chance, die ich nicht so gut nutzen konnte.“

Am Saisonende läuft sein Vertrag aus, eine Tendenz gibt es noch nicht. „Es ist alles offen, ich kann mir vieles vorstellen“, sagt er, fügt aber gleich danach selbstkritisch an: „Natürlich möchte ich in die 2. Bundesliga, doch dann muss ich auch entsprechende Leistungen zeigen.“

Heiße Phase der Vertragsverhandlungen

Es könne in Magdeburg weitergehen, aber auch bei einem anderen Verein. Der ehemalige Spieler des Hamburger SV betont, dass es bisher keinen Kontakt zu einem Zweitligisten gegeben hat. „Natürlich ist es ein Genuss für mich, in Magdeburg für den FCM aufzulaufen. Davon träumen viele Spieler. Ich will mir nur nicht unnötig eine Tür zuschlagen“, betont Farrona Pulido.

Gerade in der heißen Phase der Vertragsverhandlungen ist die geringe Spielzeit aber alles andere als hilfreich. „Ich ärgere mich gerade schon, wenn ich mich nicht auf dem Platz empfehlen kann“, gibt er zu.

Sein Selbstvertrauen hat der Dribbelkünstler aber nicht verloren: „Für mich ist klar, dass kein Weg an mir vorbei führt, wenn ich jetzt im Training noch mehr Gas gebe und das zeige, was ich kann.“

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