Volksstimme vom 28.10.2015
Autor: Hans-Joachim Malli
FCM-Auswärtsfahrer gehen beim Derbyknaller am Sonnabend in Dresden mehrheitlich leer aus

Magdeburg l Das nächste Ostderby der 3. Liga zwischen Spitzenreiter Dynamo Dresden und Neuling 1. FC Magdeburg am Sonnabend (14 Uhr/MDR live) wirft seine Schatten unabhängig von der aktuellen Tabellenkonstellation voraus. Die Fans beider Lager, die erstmals seit sieben Jahren wieder aufeiandertreffen, haben seit Wochen kein anderes Thema.

Ist mittlerweile die Diskussion um das Foto der Dymano-Mannschaft mit der Uralt-Zaunfahne „Dynamo-Fans gegen den FCM“ dank der Deeskalation durch die Sportchefs Ralf Minge und Mario Kallnik abgeklungen (Volksstimme berichtete), beschäftigt ein anderes Reizthema die blau-weiße Anhängerschaft – die Anzahl der durch Dynamo zur Verfügung gestellten Gästetickets.

Normalerweise stehen den Gästen zehn Prozent der Gesamtkarten zu, so steht es in den DFB-Regularien. Bei offiziell 32 000 Plätzen im Dresdner Glücksgas-Stadion wären das 3200. Bekommen hat der FCM aber nur 1 800. Die waren natürlich am Dienstag vergangener Woche für Mitglieder und Fanclubs binnen kürzester Zeit ausverkauft.

„Über die Kartenzahl wurden wir schon bei der Sicherheitskonferenz am 6. Oktober in Dresden informiert. Der Grund, die Partie gilt als Hochsicherheitsspiel“, erklärte am Dienstag FCM-Geschäftsstellenleiter Matthias Kahl. „Natürlich habe ich versucht, mehr Karten zu bekommen“, so der 36-Jährige, der aber an eine eventuelle „Retourkutsche“ zum Rückspiel Mitte April keinen Gedanken verschwendet.

Angesichts von inzwischen 3 200 Mitgliedern un d 60 FCM-Fanclubs denkt auch Kahl über neue Wege nach: „Vielleicht wird es auch bei uns künftig im Zuge der weiteren Professsionalisierung Auswärtsdauerkarten geben.“

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