Erst machtlos, jetzt motiviert

Genug gesprochen: Björn Rother tritt am Freitag (18.30 Uhr, Sky) mit dem 1. FC Magdeburg bei Greuther Fürth an.

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Magdeburg l Björn Rother hat kein Problem damit, klare Worte zu finden. Gerade in der jetzigen Situation braucht der FCM solche Spieler, die Verantwortung übernehmen. Auch mal Klartext sprechen. Intern wie extern. „Ich zähle mich zu den Leuten dazu, die ihre Worte gut wählen können. In dem Sinne kann ich hier vorangehen, bei Interviews usw.“, meint Rother, „aber insgesamt kommen wir aus dieser Situation nur als Mannschaft heraus.“

Mit dieser Situation ist nicht nur der ernüchternde 17. Platz in der 2. Bundesliga gemeint, sondern auch der Umbruch aufgrund des Trainerwechsels. „Es war nicht schwer, sich auf den neuen Trainer einzulassen“, erzählt Rother, „richtig schwierig waren die zwei freien Tage nach dem Spiel gegen Regensburg, bis der Wechsel verkündet wurde. In diesem Moment ist man einfach machtlos und denkt sich, dass wir es davor hätten anders machen können.“

Mittlerweile ist die Gewöhnungsphase, wie es Trainer Michael Oenning nennt, allerdings „erfolgreich abgeschlossen“. Auf Vergleiche mit Vorgänger Jens Härtel reagiert er leicht genervt. „Wir müssen uns lösen von dem, was vorher war. Das spielt keine Rolle. Das ist auch nicht gut, wenn man immer irgendwelche Vergleiche herzieht“, meint Oenning.

Mit Mut und Offensivdrang

Rother sieht‘s ähnlich. „Wir haben es jetzt so, der Verein hat entschieden.“ Er will den Wechsel vor allem auch als Chance begreifen. „Es ist eine Möglichkeit, sich zu verbessern. Und jeder ist motiviert. Der Konkurrenzkampf kommt wieder etwas mehr zum Vorschein, weil sich jeder noch einmal neu zeigen kann. Das ist etwas Gutes für die Mannschaft, weil sich jeder voll reinhängt“, berichtet der Mittelfeldspieler.

Die zurückliegenden Partien sind zwar nicht vergessen, „aber wir gehen jetzt anders ran“. Es ist zwar nur eine leise Aufbruchstimmung, die Rother versprüht, aber sie ist da. „Egal, was war, wir müssen jetzt das umsetzen, was der neue Trainer sehen will. Dann können wir mit einem guten Gefühl nach Fürth fahren und brauchen uns auch in der Liga vor niemandem zu verstecken.“ Und das, was der Trainer sehen will, ist Mut und Offensivdrang. „Wir müssen das Spiel in die Hand nehmen. Das heißt nicht, dass wir bedingungslos offensiv agieren, aber wenn wir den Ball haben, muss es schnell gehen. Von der ersten Sekunde an müssen wir zeigen, dass wir leben“, bekräftigt Coach Oenning.

Der Gegner ist „giftig“

Wenn es nach Rother geht, wird die Mannschaft in Fürth alles raushauen. „Jetzt gilt es einfach, Gas zu geben, da muss man nicht groß sprechen“, sagt er. Mit Tobias Mohr und Daniel Keita-Ruel kennt er noch zwei Spieler aus Aachener und Drittliga-Zeiten. „Wir sind auf jeden Fall vorgewarnt. Die Mannschaft ist giftig. Das wird ein intensives Spiel.“

Und falls es mit dem erhofften Sieg nicht klappen sollte? Oennings Antwort fällt so aus: „Wir müssen uns davon freimachen, dass wir immer glauben, nächste Woche wird schon eine Entscheidung herbeigeführt. Wir müssen uns grundsätzlich durchsetzen, an das anpassen, was gefordert ist. Und sehr schnell lernen.“

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