Von Manuel Holscher ›

Tarek Chahed hat beim 1. FC Magdeburg sein ersehntes Zweitliga-Debüt gefeiert. Doch Chahed will mehr.

Magdeburg l Eins kann man Tarek Chahed nicht vorwerfen. Der 22-Jährige ist geduldig, sogar sehr geduldig. In dieser Saison stand er schließlich noch keine Minute auf dem Rasen – weder in der 2. Bundesliga noch im DFB-Pokal.

Große Freude kurz vor Schluss

Doch seit Sonntag ist alles anders: Chahed wurde in der 89. Minute für Philip Türpitz eingewechselt. Es war ein lang ersehntes Debüt, die ersten Zweitligaminuten für Chahed. „Ich habe mich sehr gefreut, als mein Trikot angezeigt wurde und ich mich zur Einwechslung bereitmachen sollte“, schwärmte Chahed nach dem Spiel.

Ob er in den rund vier Minuten, in denen er auf dem Rasen stand, überhaupt den Ball am Fuß hatte, wusste er dann allerdings gar nicht mehr so genau. Nach kurzem Überlegen fiel ihm aber das Kopfballduell mit Kiels Kapitän Dominik Schmidt ein. „An das erinnere ich mich noch“, sagte er und lachte.

Letztes Spiel im Landespokalfinale

Klar ist: Diesen Sonntag wird Chahed so schnell nicht vergessen. Schließlich war es für ihn nicht nur in dieser Saison schwer. Viel schlimmer war die vergangene Spielzeit, als der 1. FC Magdeburg zwar aufstieg, Chahed aber nur bis Anfang November 2017 auf dem Rasen stand. Wegen eines Außenbandrisses musste er rund sechs Monate pausieren. Erst im Landespokalfinale gegen Lok Stendal (1:0) gab er sein Comeback.

Doch mit dem Zweitliga-Debüt im Gepäck will er jetzt die negativen Gedanken und Erlebnisse hinter sich lassen.

Den klar ist auch: Der Kurzeinsatz gegen Holstein Kiel soll kein einmaliges Erlebnis sein. „Es war schön, ich hoffe jetzt aber natürlich, dass es so weitergeht“, sagt er.

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