Für den Drittligisten 1. FC Magdeburg geht es am Sonnabend (14 Uhr) im Auswärtsspiel bei den Würzburger Kickers um sehr viel.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Der Club will endlich seinen ersten Pflichtspielsieg im Jahr 2018 feiern. FCM-Trainer Jens Härtel wird vermutlich einige personelle Änderungen vornehmen.

Nach nur einem Punkt aus zwei Spielen ist die Ausgangslage für den FCM klar. Das Team braucht einen Erfolg in Würzburg, um die aufkommende Unruhe im Umfeld verstummen zu lassen. Der Vorsprung in der Tabelle auf den Dritten Wehen Wiesbaden ist zuletzt deutlich geschmolzen.

FCM braucht Ergebnisse

Trainer Härtel stellt klar, dass das Selbstvertrauen ganz einfach zurückkehren könnte. „Wir brauchen Ergebnisse. Fußball ist ein Ergebnissport. Dem müssen wir uns stellen. Selbstvertrauen kommt durch Siege, Tore und positive Erlebnisse“, betont er.

Nachdem der Coach im Heimspiel gegen Meppen im Vergleich zur Erfurt-Niederlage nur einen personellen Wechsel vornahm, deuten sich jetzt in Würzburg mehrere Veränderungen an. „Das ist auf jeden Fall möglich“, sagt er.

Türpitz und Schwede stehen bereit

Kandidaten für die Startelf sind Philip Türpitz und Tobias Schwede, die in Erfurt und gegen Meppen jeweils gemeinsam eingewechselt wurden. Schwede erzielte beim 2:1 im Hinspiel das frühe 1:0 (7.). Taktisch könnte Härtel zum 3-4-3 zurückkehren und Schwede (links) sowie Türpitz (rechts) im Dreiersturm mit Christian Beck auflaufen lassen. Auch Felix Lohkemper, im Jahr 2018 bisher noch nicht im Kader, hat durch drei Tore im Test bei Wolfsburg II auf sich aufmerksam gemacht.

Härtel nicht überzeugt

Dass mit Andreas Ludwig, Charles Elie Laprevotte, Gerrit Müller und Lohkemper zuletzt vier Offensivspieler nicht mal auf der Bank saßen, begründet Härtel wie folgt: „Alle vier haben ordentlich trainiert, die anderen, die auf dem Platz standen, haben aber auch gut trainiert. In einer erfolgreichen Phase wie vor der Winterpause gab es deshalb wenig Gründe, Änderungen vorzunehmen. Wen hätte ich denn zuletzt für Charles Elie aus dem Kader nehmen sollen? Zuletzt ist keiner von denen, die nicht im Kader waren, leistungsmäßig explodiert.“

Der Trainer ist unterdessen davon überzeugt, dass Würzburg nicht gerne gegen den FCM spielt. „Wir haben einige Stärken, die schwer zu verteidigen sind“, sagt er. „Es wird keine einfache Partie. Aber wenn wir alles abrufen, dann können wir in der 3. Liga jeden schlagen.“

Weil kehrt zurück

Für den Ex-Würzburger Richard Weil wird es eine besondere Partie, mit den Kickers stieg er schließlich in die 2. Bundesliga auf. „Ich freue mich darauf, alte Bekannte zu treffen“, sagt er. „Die Kickers haben einen sehr guten Kader und sind nach dem durchwachsenen Start gut in Form.“

Sieben der vergangenen acht Partien entschied Würzburg für sich, die Serie endete vor einer Woche beim 0:1 in Münster. Weil, der zuletzt im defensiven Mittelfeld auflief und im Hinspiel gegen Würzburg per Elfmeter traf, könnte bei einer Systemumstellung wieder in die Dreierkette rücken.

Personell sieht es beim Club gut aus. Bis auf den Langzeitverletzten Tarek Chahed und Gerrit Müller (Nackenprobleme) sind alle Mann an Bord.

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