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Magdeburg l Das große Los zog die SV Drochtersen/Assel. In der ersten Runde um den DFB-Pokal 2018/19 (Spieltermin: 17.  bis 20. August) kommt der FC Bayern München zum niedersächsischen Landespokalsieger. Während die Freude beim Regionalligisten aus dem Kreis Stade keine Grenzen kannte, fiel der Jubel beim 1. FC Magdeburg (Gegner: Darmstadt 98) und dem ebenfalls qualifizierten 1. FC Lok Stendal (gegen Arminia Bielefeld) deutlich schmaler aus. Es handelt sich zwar um Traditionsvereine mit Bundesliga-Vergangenheit, mit der Strahlkraft der Bayern können die Hessen und Ostwestfalen aber nicht mithalten.

„Wir nehmen es wie es kommt und freuen uns auf das Heimspiel. Mit Darmstadt treffen wir auf einen direkten Liga-Konkurrenten. Darmstadt war vor kurzem noch Bundesligist und stellt ein ordentliches Los dar. Trainer Schuster hat bereits für den FCM gespielt und besitzt Lokalkolorit“, fasste FCM-Trainer Jens Härtel die Auslosung im Deutschen Fußball-Museum treffend zusammen.

Vor allem durch das Wiedersehen mit dem Ex-Magdeburger hat die Partie einen gewissen Reiz. „Der 1. FC Magdeburg hat eine überzeugende Saison hinter sich, in der man völlig zurecht in die 2. Liga aufgestiegen ist. Wir müssen uns auf eine umkämpfte Partie in einer intensiven Atmosphäre einstellen. Wir sind uns der Schwere der Aufgabe bewusst, fahren aber natürlich mit der Zielstellung nach Magdeburg, in die zweite Pokalrunde einziehen zu wollen“, sagte Schuster, der mit den „Lilien“ Platz zehn belegt hatte.

Große Enttäuschung in Stendal

FCM-Geschäftsführer warnte vor zu hohen Erwartungen: „Mit Darmstadt haben wir ein Los erhalten, das auf der einen Seite attraktiv für ein Weiterkommen scheint. Auf der anderen Seite ist Darmstadt jedoch eine brutal schwere Aufgabe für ein Weiterkommen, da die Lilien ein etablierter Zweitligist und erfahrener Erstligist sind“, so Kallnik.

Noch etwas größer war die Enttäuschung bei Lok Stendal, das als unterlegener Landespokalfinalist ebenfalls in den Wettbewerb gerutscht war. „Für mich ist dieses Los schon ernüchternd. Wir hätten uns natürlich über einen Gegner aus der 1. Bundesliga sehr gefreut. Trotzdem Respekt vor der Arminia“, sagte Lok-Mannschaftskapitän Philipp Groß. Spieler Vincent Kühn sagte: „Es ist zwar kein gutes Los, aber so können wir wenigstens Gas geben und vielleicht sogar weiterkommen.“ Auf jeden Fall soll die Partie jetzt im heimischen „Hölzchen“ ausgespielt werdern.

Bielefeld, das die Saison als Vierter beendete, erreichte in den vergangenen vier Jahren einemal das Viertel- und einmal das Halbfinale im Pokal. „Es ist ein sehr lukrativer Wettbewerb, bei dem man gerade als Zweitligist viel Geld verdienen kann. Wir werden das Spiel hochprofessionell angehen und den Gegner nicht unterschätzen. Trotzdem wissen wir natürlich, dass wir gegen Stendal Favorit sind und wir wollen natürlich auch in die zweite Runde einziehen“, sagte Samir Arabi, Geschäftsführer Sport bei Arminia Bielefeld.

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