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Magdeburg –

Immer wieder freitags kommt beim 1. FC Magdeburg die Erinnerung – und zwar an einen großen Trumpf: Am letzten Tag der Arbeitswoche widmet sich der Drittligist meist besonders intensiv den ruhenden Bällen. „Das ist ein fester Bestandteil der Einheiten“, erzählt Tobias Schwede. Denn der 1. FC Magdeburg und seine Standardsituationen, das ist in dieser Saison eine Erfolgsgeschichte.

Erfolgsrezept des FCM: Verschiedene Varianten einstudiert

Die Statistik beweist die Stärke nach Standards: Acht Tore hat das Team bereits nach Freistößen oder Eckbällen erzielt. Hinzu kommen vier Elfmetertreffer. Denen gingen – wie beim 1:0-Derbysieg am vergangenen Sonnabend gegen den Halleschen FC – teilweise auch ruhende Bälle voraus.

Bevor HFC-Verteidiger Stefan Kleineheismann vermeintlich Magdeburgs Angreifer Florian Kath im Strafraum foulte, hatte Nico Hammann den Ball per Freistoß von der linken Seite nach innen gezogen.

Auch Tobias Schwede stand als Schütze bereit, denn Hammann und er sind die Standardspezialisten beim FCM. „Wir sprechen uns da immer ab, wer schießt“, erklärt Innenverteidiger Hammann. „Das ist je nach Variante unterschiedlich.“

Standardsituationen beim 1. FC Magdeburg: Geheimwaffe lange Kerls

Schwede erklärt das Erfolgsgeheimnis: „Wir gehen auch bei Eckbällen immer mit zwei Leuten nach draußen“, sagt der Linksaußen. „Das zwingt den Gegner, auch noch einen zusätzlichen Mann dafür abzustellen.“

Und so werden im Zentrum neue Räume frei. Das funktionierte zuletzt immer öfter. Zum Beispiel beim 3:1-Auswärtserfolg vor zwei Wochen gegen Großaspach. Da fielen die ersten beiden Treffer des FCM jeweils nach Schwede-Ecken. Steffen Puttkammer, 1,92 Meter groß, und Marius Sowislo, 1,88 Meter groß, waren in der Mitte zur Stelle.

Was ein weiterer Grund für die Gefährlichkeit nach ruhenden Bälle ist: Die einlaufenden Spieler sind fast alle lange Kerls. Allen voran Mittelstürmer Christian Beck, den der FCM wie die ebenfalls gesperrten Mittelfeldspieler Marius Sowislo und Jan Löhmannsröben im Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt am Sonntag allerdings ersetzen muss.

Ruhende Bälle beim 1. FC Magdeburg: Die Einläufer entscheiden

„Je nach Gegner bereiten wir verschiedene Varianten vor“, verrät Tobias Schwede. „Die einlaufenden Spieler zeigen dann an, welche wir in der Situation spielen.“ Schwede, der Linksfuß, und Hammann, der Rechtsfuß, machen den passenden Schützen unter sich aus. „Wir strahlen bei ruhenden Bällen immer Gefahr aus“, freut sich der 22 Jahre alte Schwede. „Die letzten Ergebnisse haben gestimmt.“

Seit fünf Partien ist der FCM ungeschlagen und will das auch am Sonntag beim FSV Frankfurt bleiben. Gut möglich, dass die ruhenden Bälle ihren Teil beitragen.

(mz)

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