Dennis Erdmann hat sich beim Drittligisten 1. FC Magdeburg im defensiven Mittelfeld einen Stammplatz neben Björn Rother gesichert.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Nach dem 2:0-Erfolg des FCM am Freitag in Osnabrück war Dennis Erdmann die Intensität der Partie anzusehen. Trikot und Hose waren deutlich schmutziger als bei vielen anderen Spielern.

Was Zeugwart Heiko Horner Sorgenfalten bereitet, zeigt auf der anderen Seite, wofür Erdmann steht und was ihn auszeichnet. „Wenn ich auf dem Platz stehe, dann geht es Mann gegen Mann. Das ist für mich wie ein Gladiatorenkampf“, sagte er kurz nach seiner Vorstellung. In der bisherigen Saison ließ er von Beginn an keine Zweifel aufkommen, dass dies auch beim Club so sein wird.

Im defensiven Mittelfeld hat er sich neben Björn Rother einen Stammplatz gesichert, sechs seiner neun Einsätze waren von Beginn an, außerdem nimmt er neben dem Strategen Rother eine wichtige Rolle als Abräumer und Antreiber ein. An vier Spielen in Folge ohne Gegentreffer hat er somit einen wichtigen Anteil.

Partien wie in Osnabrück unter Flutlicht in einem engen Stadion an der Bremer Brücke sind außerdem wie für Erdmann gemacht, der sich aber selber nicht zu sehr in den Vordergrund stellen möchte. „Ich bin einer von vielen. Ich denke, wir machen als Mannschaft eine richtig guten Job. Mit unserer Wucht, die wir auf dem Platz haben, ist es schwer, uns aufzuhalten. Das sieht man auf dem Platz in jeder einzelnen Minute“, sagt der Spieler mit der Rückennummer 13, der zugibt, dass er in der Vergangenheit eigentlich immer ungern in Osnabrück gespielt hatte. „Wir haben jetzt aber eine Mannschaft, die vor nichts Angst haben muss.“

Erfolgsrezept Leistungsdichte

Erdmann betont, dass alle zwar von Spiel zu Spiel denken und dieser Fokus auch eine große Stärke sei. Er ergänzt aber auch: „Ich kann natürlich die Tabelle lesen und bin nicht erst seit gestern dabei. Wir müssen trotzdem aufpassen. Wir haben bis zur Winterpause noch acht Spiele, in denen wir alles geben werden und die wir gewinnen wollen.“

Ein Erfolgsrezept sei auch die enge Leistungsdichte. „Wir haben eine unfassbar gute Bank. Unser Credo in der Mannschaft ist, dass man sich nicht zurücknehmen darf, sonst wird man überholt. Und ich werde nicht gerne überholt. Deshalb muss ich immer Gas geben“, sagt er.

Der Mittelfeldspieler, der in Aalen eine Gelbsperre absaß, kassierte auch in Osnabrück eine Verwarnung. Diese Szene war allerdings skurril, zeigte ihm Schiedsrichter Martin Petersen kurz nach dem Halbzeitpfiff beim Gang in Richtung Kabine Gelb. „Ich glaube, dass der Schiedsrichter einfach nur ein bisschen Ruhe ins Spiel bringen wollte, weil er gesehen hatte, dass ich doch sehr aktiv war“, sagt Erdmann mit einem Lächeln. „Da brauchte er dann die Halbzeit dafür, weil er während des Spiels keine Möglichkeit hatte.“ Petersen verwarnte den FCM-Spieler letztendlich, weil sich dieser nach einem Foul an Nico Hammann beschwerte. „Das interessiert mich jetzt nicht mehr. Hauptsache ist, dass wir in Osnabrück gewonnen haben“, stellt er klar.

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