Volksstimme vom 30.11.2015
Autor: Uwe Tiedemann
Sicherheit Keine Schlangen an den Eingängen / Sprengstoff-Spürhunde im Einsatz / Zwischenfall nach Spielende

Magdeburg l Die Appelle fruchteten. Beim Heimspiel des FCM gegen den VfB Stuttgart II (2:2) ging es am Sonnabend bis auf eine Ausnahme friedlich zu. Und auch die in Großaspach entwendete Spiegelreflexkamera ist wieder da.

Vor der Partie blieben die befürchteten langen Warteschlangen wegen der verstärkten Sicherheitskontrollen, die auch für VIPs und Medien galten, an den Eingängen aus. Die meisten Zuschauer waren den Hinweisen des FCM gefolgt und ohne Taschen oder Rucksäcke erschienen.

Auch während der Partie kam es zu keinerlei Zwischenfällen. Die Ultras verzichteten auf jeglichen Gebrauch von Pyrotechnik. Noch vormittags hatte, so Geschäftsstellenleiter Matthias Kahl, eine Arena-Begehung stattgefunden, wo auch Sprengstoff-Spürhunde zum Einsatz kamen.

Wie Sportchef Mario Kallnik berichtete, ist die von einem Club-„Fan“ entwendete Spiegelreflexkamera eines Großaspacher Schüler-Fotografen wieder aufgetaucht: „Sie wurde in unbeschädigtem Zustand anonym in unserer Geschäftsstelle abgegeben. Wir schicken sie Anfang der Woche zurück.“

Der Ärger ist damit aber noch lange nicht vom Tisch, denn der Verein erwartet in Kürze die DFB-Strafen für die Vorkommnisse in drei Spielen (Wiesbaden, Dresden, Großaspach). „Es bleibt dabei, dass wir versuchen werden, die Strafen auf die Täter umzulegen. Dafür ist diesbezüglich eine genaue Gliederung notwendig. Das haben wir dem DFB auch so mitgeteilt“, sagte Kallnik, der insgesamt skeptisch bleibt, was die Randale anbetrifft: „Vielleicht müssen wir am Ende bilanzieren, dass wir gar nicht das Potenzial für die 3. Liga haben.“

Dazu passt, dass es nach der Partie doch wieder zu einem Zwischenfall kam, als eine zum Teil vermummte etwa 20-köpfige FCM-Fan-Gruppierung auf Stuttgarter Anhänger einschlug und sie verletzte.

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