Von Michael Nowack

Der 1. FC Magdeburg wollte ihn unbedingt halten. Doch die Vertragsgespräche mit Abwehrchef Dennis Erdmann (28) sind gescheitert. Sportchef Maik Franz (37): „Wir bedauern das sehr. Doch wir müssen seine Entscheidung akzeptieren. Er will sich noch einen großen Traum erfüllen.“ Und der heißt England!

Die Insel wie gemacht für einen Typen wie ihn. Dreckig-rustikal auf dem Platz, große Klappe in Interviews und privat eher schüchtern. Die Engländer werden ihn dafür wohl lieben.

Die halbe Football League Championship (2. Liga) ist auf der Jagd nach Erdmann und hatte in den letzten Monaten mehrere Spione in der MDCC-Arena. Berater Thomas Eichin (52, SAM Sports) bereitet den Deal gerade vor. Welcher Klub den Zuschlag bekommt, ist bei der Fülle von Anfragen noch ungeklärt.

Erdmann selbst hält sich zurück: „Ich habe bisher nur bei ausgewählten Kultklubs gespielt. Schalke im Westen, Dynamo, Hansa und Magdeburg im Osten. Das waren alles Herzenswünsche.“ Aber jetzt ist er reif für die Insel.

Und er ist nicht der Einzige, den die Engländer wollen. Auch für Torwart Alexander Brunst (23, Vertrag bis 2020) liegen Angebote vom FC Barnsley und Bristol City (2. Liga) vor.

Doch da geht Franz sofort dazwischen: „Präsidium, Aufsichtsrat und sportliche Leitung haben einstimmig beschlossen, dass wir grundsätzlich keinen Spieler abgeben, der unter Vertrag steht.“ Aber: Ablösesummen sind in England auch für Zweitligisten kein Problem. Und bei einem 500000-Euro-Trostpflaster wird selbst der 1. FC Magdeburg schwach werden.

Auch bei Ex-Bundesliga-Profi Aleksandar Ignjovski (28) kassierte der FCM eine Absage zur Vertragsverlängerung. Der Serbe lehnte das Angebot ab.

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