Für Steffen Puttkammer und Benjamin Girth wird das Spiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem SV Meppen eine emotionale Partie.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg | Beide spielten lange beim FCM und tragen mittlerweile das Meppener Trikot. Am Sonnabend (14 Uhr, MDCC-Arena) wollen sie mit ihrem neuen Verein einen Erfolg in Magdeburg verbuchen.

Der Eindruck ist noch frisch. Nach dem Sieg des FCM im Landespokal gegen Germania Halberstadt verabschiedete sich Puttkammer in der MDCC-Arena von den Fans.

Leistungsträger und Publikumsliebling

Von 2013 bis 2017 trug der 29-Jährige das Club-Trikot, stieg mit dem Verein in die 3. Liga auf und war Leistungsträger sowie Publikumsliebling. In der vergangenen Saison setzte FCM-Trainer Jens Härtel allerdings selten auf den gebürtigen Wilhelmshavener, der dann wechselte. „Ich mache Jens Härtel keinen Vorwurf. Er hat seine bestimmten Vorstellungen, die hat er jetzt immer noch“, sagt Puttkammer. „Ich hatte vier schöne Jahre in Magdeburg und freue mich enorm auf die Partie.“

Kontakt hat der Abwehrspieler noch regelmäßig zu Jan Glinker, Michel Niemeyer, Marius Sowislo und Torwarttrainer Matthias Tischer. „In den Tagen vor dem Spiel ruht der Kontakt aber“, sagt er und schmunzelt. Puttkammer betont, dass er die ganze Atmosphäre rund um die Partie aufsaugen will. „Es wird schon komisch, wenn ich in die Gästekabine gehe. Beim Aufwärmen muss ich aufpassen, nach rechts und nicht nach links zu laufen.“

Trotz aller Freude über die Rückkehr stellt er aber auch klar, dass Meppen am Sonnabend nicht mit leeren Händen ins Emsland zurückkehren will. „Der Wechsel nach Meppen war für mich genau der richtige Schritt. Wir haben uns in der 3. Liga etabliert und wollen auch in Magdeburg etwas mitnehmen. Im Hinspiel, das 1:2 verloren ging, wäre ein Unentschieden gerecht gewesen“, betont er.

Girth über Umwege in die 3. Liga

In dieser Partie war es Benjamin Girth, der für Meppen gegen seinen Ex-Verein traf. Der gebürtige Magdeburger wurde fußballerisch zunächst beim MSV Börde und dann beim FCM groß. Nach einem Wechsel nach Leipzig kehrte er zurück, war aber nur für die 2. Mannschaft aktiv. Erst beim VFC Plauen etablierte sich Girth im Männerbereich und erzielte in der Regionalligapartie gegen den Club am 28. September 2013 beim 2:2 ein Tor. „Natürlich ist es etwas Besonderes für mich, in Magdeburg zu spielen. Viele Verwandte und Freunde werden im Stadion sein“, sagt der 25-Jährige, der in dieser Saison bereits elf Treffer verbucht hat. Über Plauen und Hessen Kassel kam er 2016 nach Meppen und schoss auf Anhieb 20 Tore. „Wegen Verletzungen musste ich ein paar Umwege nehmen, um in die 3. Liga zu kommen. Die Stationen in Plauen und Kassel haben mich weitergebracht. Ich bin jetzt deutlich fokussierter“, betont er.

Mit Puttkammer, der in der Kabine neben ihm sitzt, tauscht er sich oft über den FCM und Magdeburg aus. „Das ist ja normal, wir haben beide einen Bezug zur Stadt sowie zum Verein und interessieren uns einfach dafür, was beim FCM los ist. In dieser Saison läuft es bei ihnen hervorragend“, so Girth. „Trotzdem wollen wir natürlich gewinnen, bisher lagen mir die Spiele gegen den Club.“

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