Für Tobias Schwede und Björn Rother ist die Partie des 1. FC Magdeburg bei Werder Bremen II besonders.

Von
Manuel Holscher

Magdeburg l Wenn Björn Rother über seinen Ex-Verein Werder Bremen spricht, fällt kaum ein böses Wort. „Ich habe eigentlich nur positive Erinnerungen, gerade weil wir in meinen beiden Jahren dort am Saisonende jeweils den Klassenerhalt geschafft haben“, sagt er. „Dann vergisst man einzelne negative Momente schnell. Ich fahre gerne nach Bremen und habe dort noch viele Kumpels.“

Der 21-Jährige betont, dass die Situation eine ganz andere als im Hinspiel ist, als der FCM mit 4:1 gewann. Werder stand zu diesem Zeitpunkt nach einem guten Start in der Tabelle weit oben, ist mittlerweile aber seit 20 Spielen ohne Sieg nur noch Vorletzter.

Rother ist Bremen dankbar

In seiner noch jungen Karriere nahm die Station in Bremen für Rother eine wichtige Rolle ein. „Für mich ist es nach dem Wechsel zu Werder so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt hatte. Ich bin aus der Jugend raus und habe mich in einer U-23-Mannschaft direkt in der 3. Liga etabliert. Das passiert im Fußball nicht so oft“, sagt er. „Ich bin dem Verein und meinen Ex-Trainern Alexander Nouri und Florian Kohfeldt sehr dankbar.“

Weniger positive Gedanken hat Tobias Schwede an Nouri und Werder. In seinem letzten Jahr wurde der Offensivspieler nach einem Kreuzbandriss zur 3. Mannschaft geschickt und verließ den Verein nicht unbedingt mit einem guten Gefühl. „Wir brennen auf die Partie und wollen unbedingt drei Punkte holen“, sagt der 23-Jährige. „Für mich ist es eine emotionale Partie, auch deshalb, weil ich noch nie im Weserstadion aufgelaufen bin. Ich war schon oft als Zuschauer oder bei Trainingseinheiten dort, es ist aber schön, in einem Punktspiel mal auf dem Rasen zu stehen.“

Mehr als 3000 Fans in Bremen

Auch FCM-Trainer Jens Härtel ist sich bewusst, welche Bedeutung dieses Duell, zu dem mehr als 3000 FCM-Fans erwartet werden, für Schwede hat. „Tobias hatte in Bremen erfolgreiche und weniger erfolgreiche Zeiten. Ich denke, dass er allen zeigen will, dass es ein Fehler war, ihn dort wegzuschicken.“

So unterschiedlich die Erinnerungen von Schwede und Rother an die Werder-Zeit sind, so weit gingen zuletzt beim FCM die Empfindungen auseinander. Während Rother zweimal in Folge auf der Bank saß, obwohl er zuvor gesetzt war, überragte Schwede gegen Münster und spielte sich vorerst fest. „Ich gebe im Training alles und möchte in Bremen unbedingt wieder spielen“, betont Rother.

Härtel stellt klar, dass es da-rauf ankommt, im richtigen Moment da zu sein: „Tobias war im Training gut drauf. Wenn ein Spieler seine Chance bekommt, dann muss er Leistung bringen.“ Gut möglich, dass Schwede und Rother am Sonnabend gemeinsam in der Startelf stehen.

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