Volksstimme vom 11.07.2015
Autor: Uwe Tiedemann
Dirk Weber verstärkt künftig das Präsidium des 1. FC Magdeburg

„Einen besseren Einstieg hätte es zum 50-jährigen Club-Jubiläum und dem Sprung in die 3. Liga für mich nicht geben können.“ Das sagt Dirk Weber, neues Präsidiumsmitglied des 1. FC Magdeburg.

Magdeburg l Der 39-jährige Betriebswirt unterstützt ab sofort das Trio um Club-Chef Peter Fechner, „Vize“ Hagen Hoffmann und den für Sport und Finanzen verantwortlichen Mario Kallnik und soll sich speziell um Steuer- und Satzungsfragen kümmern.

Den ersten Kontakt hatte vor rund einem Jahr Fechner hergestellt. „Als er mich nun kürzlich fragte, ob ich Interesse hätte, musste ich nicht lange überlegen“, sagt Weber. Und das aus dreierlei Gründen. „Es ist für mich als eingefleischter FCM-Fan eine Herzensangelegenheit und eine Herausforderung zugleich. Ferner begeistert es mich, wie engagiert gearbeitet, ein klares Ziel verfolgt wird. Und schließlich verstehen wir uns untereinander menschlich sehr gut“, erzählt der gebürtige Magdeburger, der auch privat Fußball (Alte Herren des MSV Börde) und darüber hinaus Geige spielt.

Mit sechs Jahren besuchte er als kleiner Steppke erstmals ein Spiel im Grubestadion. „Das war in der Saison 82/83 in Block E gegen Carl Zeiss Jena. Meine Oma hatte mir vorher einen Schal und eine Mütze gestrickt“, blickt Weber mit einem Schmunzeln zurück. Von da an war‘s um ihn geschehen: „Wie heißt es doch so schön – einmal FCM-Fan, immer FCM-Fan.“

Den aus seiner Sicht ersten bitteren Moment erlebte er 86/87: „Im UEFA-Pokal hatte der FCM das Hinspiel bei Atletico Bilbao 0:2 verloren. Im Rückspiel reichte es leider nur zu einem 1:0.“ Lang, lang ist‘s her. Für das kommende Spieljahr wünscht sich der zweifache Familienvater aus dem Stadtteil Diesdorf – Johanna ist sieben, Helene fünf Jahre alt – dass der Club die Klasse hält und sich etabliert. „Die Vorfreude auf die neue Saison ist riesengroß. Das werden spannende Wochen und Monate“, glaubt Weber. Darauf, dass der neue Job „sehr zeitaufwendig ist“, hat er sich eingestellt und das Ganze im Vorfeld mit Ehefrau Andrea abgesprochen.

Allerdings ist er ausgerechnet beim Eröffnungsspiel am 24. Juli gegen RW Erfurt noch auf Rügen im Urlaub: „Sehr schade, aber nicht zu ändern. Wir hatten schon gebucht, als noch gar nicht feststand, dass der FCM den Aufstieg schafft.“

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