Der 1. FC Köln war für den 1. FC Magdeburg eine Nummer zu groß. Das Team von Trainer Michael Oenning verlor mit 0:3. Von Manuel Holscher ›

Köln l Alexander Brunst war enttäuscht. Sein Blick ging nach dem Abpfiff ins Leere. Dabei war der FCM-Torhüter beim 0:3 (0:1) in Köln bester Magdeburger auf dem Platz. Trotz einer furiosen Leistung des Keepers und einer insgesamt tapferen Vorstellung des Clubs reichte es am Ende aber nicht. Die Kölner waren vor allem in der zweiten Halbzeit klar besser. „Uns war bewusst, dass wir gegen Köln nicht alles verhindern können“, meinte Brunst dementsprechend, „trotzdem muss man dem Team ein Kompliment machen. Wir haben wieder gezeigt, dass wir mithalten können.“

Die Kölner starteten stark: Jhon Cordoba (2.) und Dominick Drexler (4.) hatten die Führung auf dem Fuß – FCM-Torwart Alexander Brunst parierte aber stark. Doch der FCM fing sich schnell und kam selbst zu einer guten Gelegenheit: Der Schuss von Felix Lohkemper wurde allerdings abgeblockt (10.

Trainer Michael Oenning vertraute der gleichen Elf, die zuletzt 1:1 gegen Union Berlin spielte. Es war eine Premiere, dass der Club in dieser Saison zweimal in Folge mit derselben Aufstellung startete. Und das dieses Team mittlerweile eingespielt ist zeigte es, nachdem der anfängliche Respekt abgelegt war.

Die Gastgber hatten wohl nicht mit einem so mutigen Auftritt des Aufsteigers gerechnet und waren durchaus beeindruckt. Der klare Favorit hatte aber trotz Chancen: Nach knapp einer halben Stunde köpfte Nationalspieler und FC-Kapitän Jonas Hector knapp vorbei (27.).

FCM wehrte sich

Der FCM wehrte sich – angetrieben von rund 5000 mitgereisten Fans – tapfer, musste dann aber doch das 0:1 verdauen. Zunächst rettete Alexander Brunst stark gegen Dominick Drexler und Simon Terodde – beim Nachschuss von Jhon Cordoba war aber auch der Torhüter machtlos (33.). Auch der zu Beginn nervöse Steffen Schäfer kam zu spät. Es schien fast so, als hätte ein Großteil der Zuschauer im Stadion nach dem 1:0 des FC aufgeatmet. Zwischenzeitlich wurden nämlich einige Fans schon unruhig, schlugen die Hände vor den Kopf, raunten nach Ballverlusten der Hausherren.

Und die Unzufriedenheit der Kölner Fans war nicht unbegründet. Selbst nach dem Rückstand zog sich der Club nicht zurück, suchte weiter sein Glück in der Offensive. Die beste Magdeburger Chance hatte Michael Niemeyer, der knapp links vorbeischoss (37.).

Die zweite Hälfte begann aus FCM-Sicht denkbar schlecht: Brunst wollte klären, wurde aber von FCM-Abwehrchef Dennis Erdmann behindert. Drexler nutzte das und köpfte die Kugel über den Magdeburger Torhüter zum 2:0 (48.).

Der aufgerückte Club wurde zuvor ausgekontert, die offensive Ausrichtung wurde dem Oenning-Team in dieser Szene zum Verhängnis. Kurz darauf hätte Hector fast auf 3:0 erhöht, diesmal reagierte Brunst aber wieder stark (52.).

Die Kölner hatten die Partie ganz klar im Griff, sie ließen den FCM laufen. Cordoba (65.) und Terodde (77.) hatten die Führung eigentlich ausbauen müssen.

Vier Minuten vor Schluss musste Rico Preißinger nach einem Foul von Marco Höger mit schmerzverzerrtem Blick ausgewechselt werden. In der Nachspielzeit machte dann auch noch Terodde sein Tor zum 3:0-Endstand.

Der FCM bestreitet am 19. Januar um 14 Uhr ein Testspiel beim Drittligisten FC Energie Cottbus.

2 Antworten zu “Eine Nummer zu groß für den FCM”

  1. eggert sagt:

    nicht nur Köln ist eine nummer zu groß für den fcm,sogar diese 2.Liga,völlig überschätzt hat man sich da in Magdeburg,erst wird ein toller Trainer (Hertel)völlig grundlos raus geworfen wo alle doch gesehen haben wie schwach besetzt Magdeburg doch ist vor allem in der Abwehr der schwächste ist der Torhüter seit dem 1 Spieltag kommt da absolut nichts der Abstieg steht längst fest und das dann wieder für viele jahre,schade aber so geht das nicht weiter.

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