Nach den Niederlagen in Erfurt und Würzburg herrschte Katzenjammer beim 1. FC Magdeburg – nach dem 0:1 bei Hansa nicht.

Von
Thomas Juschus

Thomas Juschus
Magdeburg l „Die zweite Halbzeit war das beste Spiel, das wir dieses Jahr gemacht haben“, gab Dennis Erdmann zu Protokoll, nachdem der Mittelfeld- akteur als letzter FCM-Akteur den Weg in die Kabine gefunden hatte. Fast hätte der ehemalige Hansa-Spieler in der Nachspielzeit mit einem Kopfball noch das mehr als verdiente 1:1 erzielt, so blieb es bei der 0:1-Niederlage durch das Tor des Tages von Bryan Henning (28. Minute). Auch hier war Erdmann im Brennpunkt des Geschehens, konnte Henning aber letztlich nicht mehr stoppen: „Das kann man vorher besser verteidigen, ich nehme mich da nicht raus“, sagte Erdmann und richtete den Blick nach vorn.

Der FCM erwischte vor 23.000 Zuschauern im Ostseestadion einen guten Start in die Partie und hatte durch einen Pfostenschuss von Tobias Schwede (5.) die erste gute Chance. Danach ließen sich die Gäste langsam, aber sicher, einlullen, gaben das Zepter aus der Hand und gerieten mit der ersten Hansa-Chance in Rückstand. Noch vor der Pause hatten Kapitän Marius Sowislo und Richard Weil (45.+2) die Doppelchance zum Ausgleich, verpassten aber. Nach der Pause wurde es aus FCM-Sicht endgültig ein Spiel der vergebenen Chancen: Der eingewechselte Julius Düker (58., 81.), Sowislo (72.) und eben Erdmann (90.+1) blieben erneut glücklos.

Drei Änderungen in der Startelf

„Das Ergebnis wird uns nicht umhauen. Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir hier einen Punkt liegen gelassen. Ich denke, auf die zweite Halbzeit können wir aufbauen – da hatten wir die notwendige Körpersprache und Entschlossenheit“, sagte Kapitän Marius Sowislo, der mit Dennis Erdmann und Michel Niemeyer wieder in die FCM-Startelf zurückkehrte. Dafür waren Düker, Steffen Schäfer und der gesperrte Björn Rother draußen.

Hansa-Trainer Pavel Dotchev, dessen Mannschaft bei einem Nachholspiel jetzt nur noch sechs Punkte hinter dem Tabellenzweiten Paderborn liegt, zeigte sich nach dem Sieg gönnerhaft und verteilte fleißig Komplimente an den FCM. Die trösteten Härtel nach der dritten Niederlage im vierten Auswärtsspiel der Rückrunde aber nicht: „Hansa hatte in der ersten Hälfte deutliche Vorteile, war griffiger. In der zweiten Halbzeit haben wir guten Fußball gespielt und uns leider nicht belohnt. Diese zweite Halbzeit muss uns Mut machen“, sagte der FCM-Trainer. Niederlagen schmerzen zwar immer, das 0:1 von Rostock war aber mit den FCM-Auftritten in Erfurt und Würzburg tatsächlich nicht zu vergleichen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere