Beim 1. FC Magdeburg hat sich einiges getan: Mit Richard Weil und Piotr Cwielong wurden zweitligaerfahrene Akteure verpflichtet.

Magdeburg l Bis zum Ende der Winter-Transferphase ist es beim FCM spannend geblieben. Am gestrigen Dienstagabend gab der Verein die Verpflichtung von Piotr Cwielong bekannt. Der 30-jährige Offensivspieler kommt vom polnischen Verein Ruch Chorzow und war von 2013 bis 2016 beim VfL Bochum aktiv, für den er 39 Zweitligaspiele absolvierte. Cwielong erhält zunächst einen Vertrag bis zum Saisonende.

Weil freut sich auf Stadion und Fans

Bereits am Montag waren Geschäftsführer Mario Kallnik und Assistent Maik Franz auf dem Transfermarkt aktiv, als der Wechsel von Verteidiger Richard Weil von den Würzburger Kickers perfekt gemacht wurde. Weil stand bereits bei der zweiten Einheit am Dienstag auf dem Trainingsplatz. Er fügte sich schnell ein, gab Kommandos und sprach viel mit seinen Mitspielern. „Ich bin am Montagabend in Magdeburg angekommen und möchte mich schnell integrieren“, sagte er. Gründe, warum er sich für den Club entschieden hat, seien unter anderem das Stadion und die Fans. „Ich habe in Heidenheim, beim FSV Mainz 05 II und in Würzburg bei Vereinen gespielt, in denen die Fangemeinde erst noch wachsen musste. Als Fußballer möchte man aber auch mal vor 20 000 Zuschauern spielen.“ Auch die sportliche Perspektive reizt ihn.

Ein weiteres Argument war die Situation bei den Kickers. „Ich hatte in Würzburg nicht mehr den Platz in der Mannschaft, den ich noch in der vergangenen Saison hatte.“ Dabei wäre der 28-Jährige, der die Trikotnummer 37 erhält, schon gerne zu Beginn der Vorbereitung zum FCM gekommen. „Wir wollten Richard eigentlich schon Anfang Januar holen“, sagte Kallnik. Es ergab sich aber eine neue Situation mit Sebastian Ernst, der sich mit Würzburg über einen Wechsel im kommenden Sommer einig war. „Die Würzburger haben gesagt, dass Richard nur freigegeben wird, wenn wir Sebastian zu den Kickers ziehen lassen“, so Kallnik. „Das haben wir zunächst abgelehnt. Nachdem wir die Vorbereitung und das erste Rückrundenspiel bewertet hatten, wurde aber klar, dass wir noch mehr Führungsstärke im Team brauchen.“

Ernst wollte unbedingt nach Würzburg

Da Ernst mit seinem Wechselwunsch erneut an den FCM herantrat, ergab sich die Möglichkeit, Weil doch schon im Winter zu holen. „Richard wäre sonst im Sommer zu uns gekommen und Sebastian im Sommer nach Würzburg gegangen“, betonte der FCM-Geschäftsführer. „Am liebsten hätten wir beide im Kader gehabt, Sebastian wollte aber nach Würzburg.“ Dieser Abgang soll intern kompensiert werden. „Gerrit Müller, Manuel Farrona Pulido und auch Florian Kath können auf dieser Position spielen“, stellte Kallnik klar.

FCM-Trainer Jens Härtel unterhielt sich am Dienstag noch lange mit Weil. „Für uns ist wichtig, dass wir Richard schnell kennenlernen“, sagte der Coach. Weil bringe Erfahrung und Führungsstärke mit. „Das erwarten wir von ihm“, so Härtel. Er soll gerade in Situationen, wenn es nicht läuft, die Mitspieler mitreißen und ihnen Sicherheit geben.

Das Kapitel Maurice Exslager, der einen Vertrag bei Fortuna Köln unterschrieben hat, ist unterdessen nach einem halben Jahr beendet. „Es hat einfach nicht richtig gepasst. Wir freuen uns aber, dass er in Köln eine neue Perspektive gefunden hat“, sagte Kallnik.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.